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08.01.2002

09:57 Uhr

Rumpfgeschäftsjahr

RWE steigert Ergebnis

Der Energiekonzern RWE AG hat sein Betriebsergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2001 (Juli bis Dezember) um mindestens 18 % gesteigert und ist damit ihm Rahmen der selbst gesteckten Prognose geblieben.

Reuters ESSEN. Das Nettoergebnis sei voraussichtlich um mehr als 20 % gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag in einem ersten Überblick über das gerade abgelaufene Geschäftsjahr in Essen weiter mit. In der vergleichbaren Hälfte des vorigen Geschäftsjahres hatten der Betriebsgewinn 1,7 Mrd. ? und das Nettoergebnis 493 Mill. ? betragen. Im Kerngeschäft Strom erzielte RWE den Angaben zufolge bereinigt um Sondereffekte ebenfalls einen zweistelligen Gewinnzuwachs.

Beim Umsatz erreichte RWE im Rumpfgeschäftsjahr einen Zuwachs um neun Prozent auf rund 32 Mrd. ?. Begründet wurde der Anstieg vor allem mit den erstmaligen Einbeziehungen des britischen Wasserversorgers Thames Water Plc und des australischen Baukonzerns Leighton Holdings in die Konzernrechnung. Im Kerngeschäft - Strom, Gas, Wasser/Abwasser, Recycling - habe RWE beim Umsatz sogar 27 % zugelegt, hieß es weiter.

Den Ergebnisanstieg im Kerngeschäft Strom führt RWE auf eine starke Kosten- und Preisdisziplin zurück. Neue Lieferverträge habe man nur noch auf der Basis der gestiegenen Großhandelspreise abgeschlossen. Außerdem seien Kosten in Höhe von 340 Mill. ? eingespart worden. Das Stromgeschäft hatte den deutschen Versorgern nach der Liberalisierung des Marktes vor vier Jahren zunächst große Probleme bereitet, da in seiner Folge die Preise um bis zu 40 % gesunken waren. Seit dem vorigen Sommer sprechen die großen Konzerne aber von einer Trendwende auf dem Strommarkt. Belastet worden sei das Stromergebnis durch einen niedrigeren Gewinnbeitrag der US-Bergbaugesellschaft Consol. Grund seien geologisch bedingte Förderbeeinträchtigungen gewesen, hieß es.

RWE kündigt für 2002 Konsolidierung von Thyssengas an

Einen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2002 gab RWE in seiner Presseerklärung noch nicht. Angekündigt wurde aber die erstmalige Konsolidierung der Thyssengas GmbH, an der RWE inzwischen mit 75 % beteiligt ist. Zusammen mit den im Dezember angekündigten Übernahmen der tschechischen Ferngasgesellschaft Transgas und der Gasgesellschaft Highland Energy in Großbritannien stärke RWE damit sein Geschäftsfeld Gas weiter. Einen ersten Ausblick auf 2002 erwarten Finanzmarktexperten von der Bilanzpressekonferenz Ende März. Dann werden auch konkrete Gewinnzahlen für das abgelaufene Jahr veröffentlicht. RWE hatte ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt, um sein Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr in Einklang zu bringen.

Die Börse reagierte auf den RWE-Bericht mit steigenden Kursen. Kurz nach Handelsbeginn wurden RWE-Aktien in einem ansonsten schwächeren Markt bei 41,19 Euro um ein gutes halbes Prozent höher gehandelt.

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