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22.01.2001

11:43 Uhr

Rund 2,81 Millionen Aktien werden ausgegeben

Deutsche-Börse-Aktie kostet 285 bis 335 Euro

Die Aktien der Deutsche Börse AG werden zu einem Preis zwischen 285 und 335 Euro zur Zeichnung angeboten. Dabei sollen ohne die Mehrzuteilungsoptionen ("Greenshoe") rund 2,81 Mill. Aktien ausgegeben werden, teilte die Deutsche Börse am Montag in Frankfurt mit.

Reuters FRANKFURT. Der Erlös aus dem Börsengang werde dadurch zwischen 801 Mill. und 941 Mill. Euro liegen. Bei voller Ausübung des Greenshoes würden bis zu 32,4 % des Kapitals am Markt verkauft. Auf Basis der Zeichnungsspanne ergibt sich ein Firmenwert für die Deutsche Börse von bis zu 3,4 Mrd. Euro. Die Gesellschaft will nach Worten ihres Vorstandschefs Werner Seifert bei der Emission insbesondere institutionelle Investoren ansprechen.

Inklusive Greenshoe sollen bis zu 2,94 Mill. Papiere aus einer Kapitalerhöhung an den Markt gebracht werden. Hinzu kämen bis zu 264 000 Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre, hieß es. Die Deutsche Börse AG verfügt nach eigenen Angaben unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung über insgesamt 10,276 Mill. Aktien, womit die Firma auf der Basis der nun mitgeteilten Preisspanne mit 2,93 Mrd. bis 3,44 Mrd. Euro bewertet wird. Die beim Börsengang federführende Deutsche Bank ermittelte den durchschnittlichen Firmenwert der Deutschen Börse AG in ihrer Emissionsstudie rund 3,6 Mrd. Euro, womit sich je nach Zuteilungspreis ein rechnerischer Abschlag ("Discount") auf die Aktien von 4,4 bis 18,6 %, also durchschnittlich rund zwölf Prozent ergibt.

Zeichnungsfrist beginnt am 5. Februar

Die Zeichnungsfrist für die Aktien beginnt am Dienstag, am 5. Februar sollen die Papiere in den Amtlichen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen werden. Das tatsächliche Volumen hängt nach Angaben der Börse auch davon ab, inwiefern die Altaktionäre Gebrauch von ihrem Bezugsrecht über 2,35 Mill. Aktien machen werden. Es hätten sich bereits einige Anteilseigner dazu verpflichtet, keine Aktien zu erwerben.

Der Börsengang der Deutschen Börse ist als globale Tranche konzipiert, in deren Rahmen die Aktien öffentlich angeboten und im Ausland bei institutionellen Investoren platziert werden sollen. Die Deutsche Bank und das Investmenthaus Goldman Sachs sind die globalen Koordinatoren der Emission.

Die Deutsche Börse will mit Börsengang nach eigenen Angaben zum einen Geld für Investitionen einnehmen und zum anderen eine flexible Position in der sich wandelnden Börsenlandschaft Europas erhalten. Mit dem Gang an den Markt werde auch eine Akquisitionswährung geschaffen, hatte es geheißen. Vorstandschef Seifert sagte mehreren Tageszeitungen, seine Gesellschaft wolle mit der Emission in erster Linie institutionelle Investoren ansprechen. Die Papiere der Gesellschaft seien keine "Volksaktie" wie etwa die der Deutschen Telekom oder der Deutschen Post . Daher gebe es auch keine feste Zuteilungs-Quote für Privatanleger. Seifert deutete zugleich auch mögliche Zukäufe in verschiedenen Sparten an, ohne jedoch Details dafür zu nennen.

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