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21.07.2000

12:25 Uhr

Russische Verbindlichkeiten gegenüber Deutschland rund 19 Milliarden US-Dollar

Deutschland kommt Russland beim Schuldendienst entgegen

Gläubiger wollen Schulden nicht erlassen betonte Gerhard Schröder

afp DÜSSELDORF/NAGO. Deutschland will Russland nach Presseninformationen bei der Rückzahlung von Schulden erheblich entlasten. In der kommenden Woche solle zwischen Berlin und Moskau ein bilaterales Umschuldungsabkommen unterzeichnet werden, berichtete das "Handelsblatt" am Freitag unter Berufung auf deutsche Regierungsvertreter. Mit dem Abkommen würden russische Fälligkeiten der vergangenen drei Jahre in Höhe von rund acht Milliarden Mark umgeschuldet und die Rückzahlung bis auf das Jahr 2016 gestreckt. Damit wird der Zeitung zufolge eine vom Pariser Club im vergangenen Jahr beschlossene Teilumschuldung über insgesamt 16 Milliarden Mark umgesetzt.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) betonte während des G-8-Gipfels im südjapanischen Okinawa, Moskaus Gläubiger wollen die russischen Schulden lediglich umschulden und nicht erlassen. Laut "Handelsblatt" will die Bundesregierung bei ihrer bilateralen Schuldenvereinbarung Russland auch bei der Höhe des Zinssatzes entgegenkommen, berichtete die Zeitung weiter. Dieser liege nun deutlich unter den bisherigen sieben Prozent. In Berlin sei darauf hingewiesen worden, dass Moskau eine Erleichterung bei der Schuldenbedienung geboten werde, es aber keine Abstriche an den Forderungen der deutschen Seite nach einer Begleichung der Altschulden gäbe. Die russischen Verbindlichkeiten gegenüber Deutschland belaufen sich auf rund 19 Milliarden US-Dollar (40,3 Milliarden Mark).

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