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15.02.2001

10:54 Uhr

Reuters MOSKAU. Russland hat am Donnerstag entschieden Vorwürfe von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zurückgewiesen, aktiv an der Verbreitung von Raketentechnologie mitzuwirken. Russlands Vize-Generalstabschef Waleri Manilow sagte, Russland habe seine Verpflichtungen bei der Rüstungskontrolle nicht verletzt und werde dies auch in Zukunft nicht tun. Rumsfeld hatte die Vorwürfe gegen Russland am Mittwoch erhoben und damit die US-Pläne für den Bau des umstrittenen Raketenabwehrsystems NMD verteidigt. Rumsfeld hatte gesagt, Russland unterstütze Staaten wie den Iran, Nordkorea und Indien mit seiner Rüstungstechnologie. Dies gefährde die Vereinigten Staaten. Russland habe daher keinen Grund, die NMD-Pläne der USA weiter abzulehnen, sagte Rumsfeld.

Russland und auch China sind strikt gegen die US- Raketenpläne. Auch viele europäische Staaten sehen in den amerikanischen Rüstungsplänen einen Bruch des ABM-Vertrags zur Begrenzung der Raketenabwahr und fürchten ein neues Wettrüsten. Der Vertrag war 1972 von den USA mit der Sowjetunion geschlossen worden, deren Rechtsnachfolger Russland ist. Der ABM-Vertrag erlaubt beiden Seiten nur örtlich begrenzte Abwehrgürtel. Die USA streben für das weltraumgstützte NMD-System eine Ergänzung des ABM-Vertrag an, was die russische Regierung jedoch ablehnt. Bereits im Wahlkampf hatte der neue republikanische US-Präsident George W. Bush angekündigt, die Pläne für das NMD entschieden voranzutreiben. Mit dem Programm wollen sich die USA vor möglichen Angriffen feindlicher Staaten wie Irak oder Nordkorea schützen.

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