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11.02.2001

14:21 Uhr

Russland unbeeindruckt von amerikanischen Protesten

Russland will Waffen an Iran liefern

Moskau zeigt sich unbeeindruckt, ob der amerikanischen Proteste gegen eine Waffenexport an den Iran. Die Lieferungen könnten bereits im Sommer beginnen.

dpa NEU DEHLI/MOSKAU. Ungeachtet früherer US-Drohungen will Russland bereits in den kommenden Monaten wieder Waffen an Iran liefern. Die Lieferungen könnten bereits in diesem Sommer beginnen, sagte ein Sprecher des staatlichen russischen Rüstungsexporteurs Rosoboronexport am Sonntag nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax auf einer Rüstungsmesse im indischen Bangalore.

Der russische Verteidigungsminister Igor Sergejew hatte im Dezember in Teheran die künftige militärtechnischen Zusammenarbeit erörtert. Die US-Regierung drohte mit Wirtschaftssanktionen für den Fall, dass Moskau wieder Waffen an Iran liefert.

"Die USA sind unsere Konkurrenten auf dem Weltrüstungsmarkt", kommentierte der stellvertretende Direktor von Rosoboronexport, Viktor Komardin, das russische Verhältnis zur Supermacht. Eine geheime Vereinbarung der USA mit Russland über einen Lieferstopp für militärisches Gerät an Teheran sei bereits Ende 1999 ausgelaufen.

Russische Experten versprechen sich vom Rüstungsgeschäft mit Iran einen jährlichen Umsatz von 300 Mill. $ (325 Mill. Euro/636 Mill. DM). Aus Teheran seien bereits Anfragen über die Lieferung von Kampfflugzeugen und Luftabwehrsystemen im Wert von zwei Mrd. $ eingegangen, hatte die russische Seite Ende November mitgeteilt.

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