Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.02.2003

14:15 Uhr

Saban in Schlussoffensive

Kirch-Media-Verkauf geht in heiße Phase

Der Verkaufspoker um die insolvente Kirch-Media mit ihrem TV-Konzern ProSiebenSAT.1 geht in die heiße Phase. In dieser oder in der nächsten Woche solle eine Entscheidung fallen, hieß es am Montag in Verhandlungskreisen.

HB/dpa MÜNCHEN. Der US-Milliardär Haim Saban wolle in den nächsten Tagen in Verhandlungen mit Banken und Vertretern aus der Politik seine Chancen noch einmal verbessern. Als Favorit für einen Zuschlag gilt immer noch der Bauer-Verlag.

Kirch-Media-Geschäftsführer Hans-Joachim Ziems hatte in der vergangenen Woche allerdings gesagt, Saban habe einen großen Teil des Vorsprungs aufgeholt. Saban selbst verwies darauf, dass sein Angebot höher sei und er zudem auch mehr Erfahrung im Filmrechtehandel habe. "Gerade die Mitarbeiter im Filmrechtebereich hoffen auf Saban", hieß es in Branchenkreisen.

Laut Spekulationen in Branchenkreisen könnten sich die Gläubiger denn auch möglicherweise für Saban entscheiden, weil er bereit ist, stark in den Rechtestock zu investieren. Bauer sei dagegen primär an Pro Sieben Sat.1 interessiert. Zudem seien bei einem Zuschlag für den US-Unternehmer keine kartellrechtlichen Probleme zu erwarten. Saban arbeitet bei seiner Offerte mit dem französischen TV-Konzern TF1 zusammen.

In Gläubigerkreisen gibt es weiterhin skeptische Stimmen gegenüber Saban. "Das, was Saban konzeptionell vorgelegt hat, ist noch nicht sehr ausgegoren", heißt es bei einem Kreditinstitut. Die langen Verhandlungen mit Bauer bedeuteten nicht, dass es Probleme gebe. "Allein der Anhang der Verträge hat ein paar Hundert Seiten." Die Verhandlungen seien auf einem guten Weg.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×