Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2004

14:31 Uhr

Safin hatte keine Chance

Federer auf dem Tennis-Thron

Der Schweizer war für den entnervten Marat Safin im Finale der Australian Open einfach einen Nummer zu groß. Federer machte in drei Sätzen kurzen Prozess und gewann nicht nur das Turnier von Melbourne, sondern auch auch Platz eins in der Weltrangliste.

Roger Federer gewann das Turnier von Melbourne. Foto: dpa

Roger Federer gewann das Turnier von Melbourne. Foto: dpa

HB MELBOURNE. Die Musik spielte gleich nebenan, doch in der Rod-Laver-Arena gab Roger Federer den Ton an. Trotz hämmernder Bässe eines Konzertes in der Nachbarschaft blieb die neue Nummer eins der Tennis-Welt gelassen und sorgte mit seinem ersten Australian-Open-Triumph für den passenden Schluss-Akkord. Der Schweizer Wimbledon-Sieger gewann nach mäßigem Start klar mit 7:6 (7:3), 6:4, 6:2 gegen den entnervten Marat Safin. Dem Publikumsliebling aus Russland fehlte nach einem großen Comeback am Sonntag die Kraft für eine finale Überraschung. Und so musste sich der US-Open-Sieger von 2000 wie vor zwei Jahren im Endspiel von Melbourne geschlagen geben.

Für Weltmeister Federer hätte das Tennis-Jahr 2004 nicht besser beginnen können, obwohl er sich im Dezember von seinem Trainer Peter Lundgren getrennt hatte und die Reise nach Australien ohne Coach absolvierte. "Ich hätte nicht erwartet, gleich ein Turnier zu gewinnen. Was für ein toller Start ins neue Jahr für mich", stellte der 22 Jahre alte Baseler zufrieden fest. Gefeiert wurde der mit 737 000 ? honorierte Erfolg am Sonntag im kleinen Kreis.

"Wimbledon war so eine Erleichterung, ein Traum. Ich kann nicht beschreiben, was ich da gefühlt habe. Jetzt weiß ich einigermaßen, wie es sich anfühlt. Es ist unglaublich, ich freue mich extrem. Vielleicht brauche ich selbst ein paar Wochen oder sogar Monate, bis ich begriffen habe, dass ich der Beste von allen bin." Doch der äußerlich gelassen wirkende Federer nahm sich gleich wieder in die Pflicht: "Höher geht es nicht. Jetzt ist es wichtig, da zu bleiben."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×