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21.05.2000

18:59 Uhr

Sanierungskurs eingeschlagen

Coca-Cola streicht 1 400 Stellen

Der größte Coca-Cola-Abfüller in Deutschland, die Coca Erfrischungsgetränke AG-Cola (CCE) in Berlin, schlägt nach dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre einen Sanierungskurs ein. Bis Ende nächsten Jahres sollen 1 400 der 11 000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Das teilte die CCE AG am Freitag in Berlin mit.

dpa BERLIN. Mit den geplanten Maßnahmen solle die Organisations- und Personalstruktur gestrafft und die Profitabilität erhöht werden. Für 1999 weist der nach eigenen Angaben größte Hersteller alkoholfreier Erfrischungsgetränke in Deutschland einen Verlust von 5,6 Mill. DM aus.

Grund dafür seien die hohen Aufwendungen für Firmenübernahmen. Die CCE hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche andere Lizenznehmer übernommen und damit auf dem deutschen Coca-Cola-Markt 70 % des Verkaufsvolumens erzielt. Die kritische Masse sei erreicht, um sich mit umfangreichen Strukturmaßnahmen den wandelnden Markt- und Wettbewerbsbedingungen zu stellen, sagte Vorstandschef Espen Mansfeldt.

Im vergangenen Jahr erhöhte das Unternehmen den Absatz von Coca Cola-Markenprodukten - um ein Drittel auf 2,7 Mrd. Liter. Bereinigt um Unternehmenszukäufe entspreche dies einem realen Plus von 1,7 %. Der Umsatz erhöhte sich um 39 % auf 3,84 Mrd. DM (1,96 Mrd. Euro).

Mit neuen Produkten und Packungen wolle CCE im derzeit schwierigen Markt für alkoholfreie Getränke weiter wachsen, sagte Mansfeldt. Das Unternehmen beziffert seinen Anteil am Markt für Erfrischungsgetränke einschließlich Wasser und Säften auf etwa ein Fünftel. CCE ist für Abfüllung und Vertrieb von Coca-Cola-Produkten in Ost- und Süddeutschland sowie in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Schleswig-Holstein zuständig. 1998 war ein Konzernüberschuss von 36,3 Mill. DM ausgewiesen worden.

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