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08.02.2002

06:58 Uhr

Schadensersatzsprüche in Milliardenhöhe

Nach Terroranschlägen rollt Klagewelle auf New York zu

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September rollt auf die Stadt New York möglicherweise eine Klagewelle zu. Rund 1 300 Bewohner - vom Feuerwehrmann bis zum Ladenbesitzer - haben bislang Schadensersatzsprüche geltend gemacht.

Foto: dpa

Foto: dpa

ap NEW YORK. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 7,1 Mrd. $ (rund 8,1 Mrd. Euro). Die Ansprüche richten sich sich auf Verletzungen oder Schäden, die nicht unmittelbar von den Anschlägen verursacht wurden. Vielmehr geht es um den Vorwurf der Fahrlässigkeit gegen die Stadt New York im Zusammenhang mit den Bergungs- und Rettungsarbeiten.

Die meisten Antragsteller sind Feuerwehrleute, die nach ihrem Einsatz am World Trade Center - wo durch die Explosionen Gifte wie Asbest, Dioxin und PCB freigesetzt wurden - über Atemprobleme klagen. Nicht jeder, der bislang Ansprüche geltend gemacht hat, wird auch tatsächlich vor Gericht ziehen. Einige könnten auch versuchen, aus dem Opferfonds des Bundes entschädigt zu werden. Die Geltendmachung der Forderung sichert den Antragsteller aber auf jeden Fall das Recht, ihre Ansprüche notfalls vor Gericht durchzusetzen.

Einer der Antragsteller ist der Feuerwehrmann Palmer Doyle, der ohne Atemgerät am Ground Zero arbeiten musste. Früher habe er ohne Probleme die Treppen hochlaufen können. "Nun japse ich nach Luft", sagt Doyle. "Was, wenn wir in fünf Jahren an Lungenkrebs oder so etwas erkranken?" Er verlangt zehn Millionen Dollar. Anwälte des New Yorker Magistrats vertreten die Auffassung, die Stadt sei nicht haftbar zu machen. Dennoch werde jeder einzelne Antrag sorgfältig geprüft, erklären sie.

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