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28.06.2000

16:37 Uhr

Scharfe Auflagen

Hamburg beschließt Kampfhundeverbot

Der Senat hat ein generelles Verbot für drei Rassen erlassen. Die Besitzer müssen ihre Tiere abgeben.

Reuters HAMBURG. Der Hamburger Senat hat ein generelles Verbot von Kampfhunden beschlossen. Die Haltung von Pitbulls, American Staffordshire Terriern und Staffordshire Bullterriern sowie von Kreuzungen dieser drei Hunde-Rassen sei ab sofort nicht mehr erlaubt, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister, Ortwin Runde, am Mittwoch. Die Besitzer müssten die Tiere bei der Polizei oder Tierheimen abgeben. Der Besitz von weiteren zehn Rassen, darunter Bullterrier und so genannte Mastiffs, sei nur noch in Ausnahmen möglich. Für alle 3000 bis 5000 Kampfhunde in Hamburg gelte darüber hinaus ab sofort ein Leinen- und Maulkorbzwang. Am Montag war in der Hansestadt ein sechsjähriger Junge von einem Kampfhund getötet worden.

Auch die Zucht und der gewerbsmäßige Handel mit Kampfhunden ist ab sofort in Hamburg nicht mehr erlaubt. Außerdem gilt für die als gefährlich eingestuften Tiere künftig eine höhere Hundesteuer von 1 200 Mark pro Jahr. Verstöße gegen die neue Hundeverordnung würden mit Geldbußen bis zu 100 000 Mark bestraft, sagte Runde weiter. Die Polizei werde ein "besonderes Augenmerk" auf die Einhaltung der Verodnung legen. Ziel der Maßnahmen sei es, "Kampfhunde insgesamt aus Hamburg heraus zu bekommen". Viele der Tiere müssten eingeschläfert werden.

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