Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2001

14:17 Uhr

Scharfe Proteste

CDU verzichtet auf umstrittenes Schröder-Plakat

Nach scharfen Protesten auch aus der eigenen Partei will die CDU auf das umstrittene Plakat zur Rentenreform verzichten, auf dem Bundeskanzler Gerhard Schröder im Stil einer Verbrecherkartei abgebildet ist.

Reuters BERLIN. Nach scharfen Protesten auch aus der eigenen Partei will die CDU auf das umstrittene Plakat zur Rentenreform nicht verwenden, auf dem Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Stil einer Verbrecherkartei abgebildet ist. CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer sagte am Mittwoch vor Journalisten in Berlin, er distanziere sich nicht vom Inhalt des Plakates, da die Bundesregierung die Rentner mehrfach betrogen habe. Die CDU könne aber nicht zulassen, dass mehr über die Form als über den Inhalt diskutiert werde. Daher werde man dieses Plakat nicht verwenden.

Zuvor hatte die CDU-Vorsitzende Angela Merkel erklärt, ihre Partei habe mit dem Plakat niemanden beleidigen wollen. Betrogen habe die Bundesregierung in Sachen Rente schon, sagte sie Reuters-TV am Rande eines Besuchs auf der "Grünen Woche" weiter. "Das wollen wir beim Namen nennen."

Merkels Stellvertreter Christian Wulff hatte eine Rücknahme des Plakats gefordert. Wulff sagte: "Ich erwarte, dass Meyer heute Mittag ein neues Plakat vorstellt, weil wir in der Sache bessere Argumente haben." Auch Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) hatte sich von dem Plakat distanziert. Der "Rhein-Zeitung" (Donnerstagausgabe) sagte Merz, er habe am Mittwochmorgen Merkel empfohlen, das Plakat nicht mehr zu verwenden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×