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31.07.2000

10:06 Uhr

afp KÖLN/BERLIN. Bei der Auktion der UMTS-Lizenzen in Deutschland erwartet der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Siegmar Mosdorf (SPD), einen "harten Wettbewerb" zwischen den sieben Einzelbietern und Konsortien. "Es ist keiner gesetzt in Deutschland", sagte Mosdorf zum Beginn der Mainzer Versteigerung der Frequenzen für multimediafähigen Mobilfunk am Montag in Deutschlandfunk. In Expertenkreisen hatte es zuvor geheißen, Lizenzen für die deutschen Anbieter Telekom mit dem D-1-Netz, Vodafone-Tochter Mannesmann (D-2) und VIAG Interkom (E-2) seien bereits so gut wie sicher. Der Chef der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Klaus-Dieter Scheurle, verwies darauf, die erwarteten Milliardenerlöse seien nicht das eigentliche Ziel der Auktion.



Mosdorf sagte, UMTS stehe für eine "fundamentale Veränderung unserer Wirtschaftsstrukturen" und der damit zusammenhängenden Dienstleistungen. In Deutschland herrschten andere Bedingungen als in der Niederlanden, wo in der vergangenen Woche nur umgerechnet 5,2 Milliarden Mark (2,7 Milliarden Euro) für die UMTS-Lizenzen gezahlt wurden, betonte der SPD-Politiker: Deutschland sei ein "sehr großer und sehr kaufkräftiger Markt", der zentral in Europa liege. Eine deutsche UMTS-Lizenz sei "von elementarer Bedeutung für alle Telefonanbieter". Es handele sich um einen Schlüsselmarkt für Europa und eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft. Die Regulierer hätten bei der Auktion in Mainz für einen fairen, transparenten Wettbewerb gesorgt.



Um die Lizenzen bewerben sich außer den deutschen Marktführern Mannesmann und Telekom noch die VIAG Interkom, ein Konsortium aus dem e-plus-Dachkonzern KPN und Hutchison, eine Bietergemeinschaft aus MobilCom und France Télécom, die Swisscom-Tochter debitel sowie ein Konsortium aus der spanischen Telefónica und der finnischen Sonera.

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