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08.01.2003

11:35 Uhr

Schlechte Leistung: 44 SAPler müssen gehen

SAP entlässt in den USA 174 Mitarbeiter

Der größte europäische Softwarekonzern SAP trennt sich in den USA von 174 Mitarbeitern. Die Entlassungen seien zum überwiegenden Teil das Ergebnis einer neuen Vertriebsstruktur, die der neue Chef von SAP America, Bill McDermott, eingeführt habe, sagte ein SAP-Sprecher am Mittwoch in Walldorf.

Reuters WALLDORF. Der Umbau des Vertriebs von einer branchenorientierten in eine regionale Struktur koste 88 Stellen. Die Stellen von 44 weiteren Mitarbeitern, die wegen schlechter Leistungen entlassen würden, sollten wieder besetzt werden. 42 weitere Arbeitsplätze streicht SAP in der telefonischen Kundenbetreuung ("Helpdesk") in den USA. Die Kunden sollen künftig kostengünstiger von Dublin (Irland) aus betreut werden.

SAP beschäftigte in seiner amerikanischen Landesorganisation zuletzt rund 3400 Mitarbeiter, 150 Stellen waren bereits im Jahr 2002 abgebaut worden. Ende des Jahres hatte der Konzern nahezu tausend Mitarbeiter am Forschungs- und Entwicklungsstandort im Silicon Valley ("SAP Labs") aus Kostengründen für einige Wochen in unbezahlten Urlaub geschickt. Amerikanische Softwareanbieter hatten im vergangenen Jahr massiv Stellen abgebaut.

In der Verwaltung und in der deutschen Vertriebsorganisation will SAP nach eigenen Angaben weiter ohne Kündigungen auskommen. Der Mitte 2002 verhängte Einstellungs- und Wiederbesetzungstopp dürfte ausreichen, um die geplanten Einsparungen zu erreichen, hatte Vorstandssprecher Henning Kagermann zuletzt erklärt. Daran habe sich nichts geändert, bekräftigte der Sprecher. Mit Hilfe der Fluktuation sollten 2002 rund 600 der weltweit 28 900 (Ende September) Mitarbeiter abgebaut werden.

SAP hat sich für das abgelaufene Jahr zum Ziel gesetzt, die operative Umsatzrendite auf 21 von 20 % steigern, obwohl die meisten Analysten stagnierende Umsätze erwarten. Die Zahlen für 2002 sollen am 30. Januar veröffentlicht werden.

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