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05.02.2001

09:50 Uhr

Schlechte Nasdaq-Vorgaben belasten

Wachstumswerte starten mit Verlusten

Händler machten für den schwachen Start des Neuen Marktes vor allem die schlechten Vorgaben der US-Computerbörse Nasdaq verantwortlich.

dpa-afx FRANKFURT. Die am Neuen Markt notierten deutschen Wachstumswerte sind am Montag mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Der Nemax-50 verlor in den ersten Handelsminuten 3,02 % auf 2 531,38 Punkte, der den breiteren Markt abbildende Nemax-All Share gab gleichzeitig um 2,31 % auf 2 586,90 Zähler nach.

Händler machten für den schwachen Start vor allem die schlechten Vorgaben der US-Computerbörse Nasdaq verantwortlich. Die an der Wall Street notierten amerikanischen Hightechwerte hatten sich am Freitag mit deutlichen Kursabschlägen ins Wochenende verabschiedet.

EM.TV und Gauss legen zu

Gegen den negativen Trend stemmten sich im frühen Handel lediglich die Aktien von Gauss Interprise und EM.TV: Gauss hatte erst am Morgen eine Kapitalerhöhung um rund 6,5 Mill. Euro angekündigt, um "die angestrebten hohen Wachstumsraten sowie die Erreichung des operativen Break-even im vierten Quartal 2001 abzusichern." Die Wochenzeitung "Euro am Sonntag" hatte berichtet, dass der Softwarehersteller einen neuen Geldgeber sucht. Laut Analystenschätzungen "verbrennt" Gauss rund 3 Mill. Euro pro Quartal. Die Aktie legte im frühen Handel um 31,21 % auf 3,70 Euro zu.

Beim Münchner Filmrechtehändler EM.TV war am Wochenende bekannt geworden, dass bei den Verhandlungen zwischen der KirchGruppe und dem krisengeschüttelten Medienkonzern offenbar die entscheidende Phase erreicht ist. Die "Welt am Sonntag" hatte berichtet, dass eine Einigung bis Ende Februar wahrscheinlich sei. Lohn der Anleger war in den ersten Handelsminuten ein leichtes Plus von 4,16 % auf 8,26 Euro.

Zu den wichtigsten Verlierern gehörten Pixelpark, die 10,46 % auf 25 Euro abgaben. Auch Edel Music und Ixos Software mussten Federn lassen und gaben auf 5,80 Euro beziehungsweise 11,20 Euro nach.

"Nach der schlechten Nasdaq ist die Stimmung mal wieder im Keller", kommentierte ein Händler einer süddeutschen Privatbank den frühen Handelsverlauf. Besonders die kleineren Werte hätten darunter zu leiden. "Zur Zeit interessiert sich kein Mensch dafür, was mit diesen Klitschen passiert", sagte der Händler.

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