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01.05.2003

19:05 Uhr

Schleppende Tarifverhandlungen

Streiks im Einzelhandel drohen

Spitzenvertreter der Tarifparteien des deutschen Einzelhandels haben angesichts der schleppenden Tarifverhandlungen Streiks in der Branche noch in diesem Monat als möglich bezeichnet.

Reuters BERLIN. Der Vorsitzende des Tarifpolitischen Ausschusses beim Handelsverband BAG, Friedrich Willhelm Schlich, sagte den Zeitungen "Die Welt" und "Berliner Morgenpost" (Freitagausgabe), in der Branche liefen die schwersten Tarifverhandlungen seit Jahren. "Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass das ohne Streiks abgeht." Der Tarifkoordinator der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Rüdiger Wolff, sagte den Zeitungen laut dem Vorabbericht: "Wenn die Verhandlungen so schleppend weiterlaufen wie bisher, wird es ab Mitte Mai auf Arbeitskampfmaßnahmen hinauslaufen."

Die auf Länderebene geführten Tarifverhandlungen wurden in mehreren Bundesländern bereits ohne Annäherung vertagt. Ohne eine schnelle Einigung ist auch die Umsetzung der von der Bundesregierung zum 1. Juni ermöglichte längeren Ladenöffnung an Samstagen in Gefahr. Die Mitarbeiter-Zuschläge für die verlängerten Öffnungszeiten sind Teil der Tarifverhandlungen.

Der Einzelhandel ist von der Konjunkturschwäche besonders betroffen und erwartet nach Verbandsangaben nach Umsatzrückgängen im vergangenen auch im laufenden Jahr ein schlechteres Ergebnis.

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