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28.07.2000

23:02 Uhr

dpa-afx NEW YORK. Die US-Aktienmärkte haben am Freitag deutlich leichter geschlossen. Der Standardwerte-Index Dow Jones fiel um 74,96 Punkte oder 0,71% auf einen Stand von 10 511,17 Zählern. Der Nasdaq-Composite-Index setzte seine Talfahrt fort und gab 179,24 Zähler oder 4,66% auf 3662,99 Punkte ab. Der den breiten Markt abbildende S&P-500-Index verlor 29,73 Zähler oder2,05% auf 1.419,91 Punkte.

Händlern zufolge gerieten die US-Aktien wegen der überraschenden Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal unter Druck. Während Analysten einen Anstieg von 3,5% prognostiziert hätten, gab das US-Handelsministerium am Vormittag ein Plus von 5,2% bekannt. Dadurch sei das Risiko einer erneuten Zinserhöhung deutlich gestiegen. Die Zahlen deuteten nicht auf ein Abschwächen der US-Konjunktur hin, hieß es.

Zu den Tagesgewinnern gehörten Double Click. Die Papiere stiegen um 8,26% auf 36,88 $. Die Analysten der Credit Suisse First Boston empfahlen für die Papiere ein wiederholtes "Strong Buy". Am Vortag hatte die Federal Communications Commission (FCC) neue Standards für den Schutz der Privatsphäre im Internet beschlossen.

Advanced Micro Devices (AMD) legten 0,71% auf 70,50 $ zu. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, erwartet es für das dritte Quartal ein Rekordergebnis.

Qwest gewannen 0,78% auf 48,25 $. DLJ hatte die Aktien von "Buy" auf "Top Pick" heraufgestuft. Starbucks stiegen um 2,42% auf 37 $, nachdem das Unternehmen für das dritte Quartal einen Gewinn von 18 Cent je Aktie vermeldete. Im gleichen Vorjahresabschnitt hatte der Gewinn 13 Cent betragen.

Ein hohes Plus von 16,36% verzeichneten die Titel von Concurrent Computer . Nachdem Morgan Stanley Dean Witter die Anteilsscheine in einer Erstbewertung als "Outperform" einstufte, verteuerten sich Concurrent auf 12 $.

JDS Uniphase verloren 9,62% auf 116,25 $. Im Tagesverlauf gab die niederländische Philips bekannt, 5 Mio. Aktien des Unternehmens für 681 Mill. Euro verkaufen zu wollen.

Zu den größten Verlierern gehörten Nordstrom . Die Titel brachen um 18,31% auf 18,13 $ ein. Das Unternehmen hatte zuvor eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Für das zweite Quartal werde der Gewinn je Aktie um 12 bis 16 Cent unter Erwartungen liegen. First-Call-Analysten rechnen mit einem Gewinn von 55 Cent pro Dividendenpapier.

Earthlink verbilligten sich um 14,81% auf 11,50 $. Morgan Stanley Dean Witter und ING Barings stuften die Aktien am Freitag herab. Am Donnerstag wurde ein Verlust je Aktie von 29 Cent für das zweite Quartal veröffentlicht.

Nortel Networks verloren 7,01% auf 73 $. Das Unternehmen hat am Freitag bekannt gegeben, Alteon WebSystems für 7,8 Mrd. $ oder 144 $ je Aktie zu übernehmen.

Die Die Kurse der US-Staatsanleihen sind am Freitag mit leichten Verlusten in das Wochenende gegangen. Händler machten auch hier das stärker als erwartete Bruttoinlandsprodukt für die steigenden Renditen und die sinkenden Anleihenkurse verantwortlich. Auf seiner jüngsten Rede vor dem US-Senat hatte der Notenbank-Chef Alan Greenspan noch eine Prognose von 4,0% bis 4,5% Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr 2000 ausgegeben. Die heute veröffentlichten Zahlen lagen somit über den von der Fed ausgegebenen Richtwerten. Marktteilnehmer gehen nun davon, aus, dass die veränderte Nachrichtenlage Greenspan unter Entscheidungsdruck setzten wird. Ein weiterer Zinsschritt sei nicht mehr auszuschliesen.

Der für die Zinspolitik zuständige Offenmarktausschuss der Notenbank (Fed) tagt erneut am 22. August. Die Fed hatte die Leitzinsen zuletzt im Mai angehoben. Das Tagesgeld wird seither mit 6,5 Prozent verzinst. Das ist der höchste Stand seit neun Jahren. Der 30jährige Bond verlor 6/32 auf 106-19/32 und rentierte mit 5,78%. Die Zehnjahresnote legte 9/32 auf 103-11/32 zu bei einer Rendite von 6,03%. Die Zweijahresnote verlor 1/32 auf 99-31/32 und rentierte mit 6,27%.

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