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01.08.2000

19:42 Uhr

afp BRÜSSEL. Die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union (EU) und in der Euro-Zone ist im Juni weiter gesunken und hat damit in allen EU-Staaten deutlich unter dem Stand des vergangenen Jahres gelegen. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Brüssel mitteilte, waren in den elf Euro-Staaten 9,1 Prozent der Erwerbsbevölkerung arbeitslos gemeldet nach 9,2 Prozent im Mai. Im Juni 1999 hatte die Arbeitslosigkeit dort noch bei 9,9 Prozent gelegen. Für die EU aus 15 Staaten errechneten die Statistiker eine Juni-Arbeitslosenquote von 8,4 Prozent nach 8,5 Prozent im Mai 2000 und 9,2 Prozent im Juni 1999. Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen lag im Juni bei 17,2 Prozent in der Eurozone und 16,2 Prozent in der gesamten EU; dabei bestanden wie in der Gesamtschau deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern.

Die Zahl der Arbeitslosen im Juni gab Eurostat mit 11,8 Millionen Menschen in der Euro-Zone und 14,4 Millionen in der gesamten EU an. Die niedrigste Arbeitslosigkeit hatte dabei Luxemburg mit unveränderten 2,2 Prozent. In den Niederlanden betrug die Quote im Mai 2,8 Prozent; neuere Daten lagen nicht vor. In Österreich blieb die Arbeitslosenrate unverändert bei 3,3 Prozent, in Portugal sank sie von 4,5 auf 4,4 Prozent und in Irland von 4,7 auf 4,5 Prozent.

Schlusslicht Spanien

Schlusslicht bildete weiterhin Spanien mit 14,1 Prozent nach 14,4 Prozent im Mai. Über dem Euro-Durchschnitt lagen aber auch Frankreich und Finnland mit 9,6 beziehungsweise 9,7 Prozent. Im Mai hatten beide Länder noch Quoten von 9,8 Prozent verzeichnet. In Deutschland betrug die Quote im Juni wie bereits im Mai 8,4 Prozent. Zum Vergleich verwies Eurostat auf Arbeitslosenquoten von vier Prozent in den USA und 4,7 Prozent in Japan.

Im Verlauf der vergangenen zwölf Monate verringerte sich nach Berechnungen der in Luxemburg ansässigen Statistiker die Arbeitslosenquote in allen Mitgliedstaaten. Die kräftigsten relativen Rückgänge gab es demnach in Irland (5,7 auf 4,5 Prozent), den Niederlanden (3,4 auf 2,8 Prozent im Mai), Frankreich (11,4 auf 9,6 Prozent) und im Nicht-Euro-Staat Schweden mit einem Rückgang von 7,3 auf 6,0 Prozent.

Bei den unter 25-Jährigen lag die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone mit 17,2 Prozent deutlich unter Juni 1999 mit damals 19 Prozent. Auch die Jugendarbeitslosenquote in der gesamten EU mit 16,2 Prozent bedeutete Verbesserungen gegenüber dem Stand von 17,7 Prozent ein Jahr zuvor. In Österreich waren demnach weniger als fünf Prozent der unter 25-Jährigen arbeitslos gemeldet, in Spanien mehr als 25 Prozent und in Italien zuletzt bei mehr als 30 Prozent.

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