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15.01.2001

13:35 Uhr

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Schneider Electric fusioniert mit Legrand

Mit der Fusion von Schneider und Legrand soll in Frankreich ein neuer Gigant der Elektrotechnik entstehen. Der neue Konzern Schneider Legrand hätte einen Jahresumsatz von 12,4 Mrd. Euro (rund 24 Mrd. DM) und weltweit mehr als 90 000 Beschäftigte.

ap PARIS. Schneider Electric wolle den kleineren Konkurrenten im Rahmen eines Fünf-Milliarden-Euro-Geschäfts per Aktientausch übernehmen, kündigten beide Unternehmen am Montag in Paris an.

Schneider Electric bietet den Angaben zufolge sieben eigene Aktien für zwei Legrand-Papiere, was den Eigentümern einen Aufschlag von 20 % auf den Kurs vom Freitag beschert. Zudem soll jede Legrand-Vorzugsaktie gegen zwei Schneider-Wertpapiere getauscht werden können. Das Unternehmen rechnet sich durch die Übernahme Synergieeffekte von 210 Mill. Euro ab 2003 aus.

Fusion muss noch genehmigt werden

Das in Boulogne-Billancourt bei Paris angesiedelte Unternehmen Schneider Electric zählt sich mit rund 67 500 Mitarbeitern in mehr als 130 Ländern zu den weltweit führenden Anbietern von Energieverteilungs- und Automatisierungstechnik. Legrand ist in 54 Ländern vertreten und erwirtschaftete im Jahr 2000 nach eigenen Angaben drei viertel seines Drei-Milliarden-Euro Umsatzes außerhalb Frankreichs.

Die Fusion zum Konzern Schneider Legrand mit einem Wert von insgesamt 17 Mrd. Euro muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Das Schneider-Angebot an die Legrand-Aktionäre gilt bis Ende Februar.

Beide Unternehmen hätten jetzt ihre strategischen Ziele erreicht und seien für neue Entwicklungen offen, begründete Legrand-Chef Francois Grapotte den Fusionsplan. Beide Firmen waren in den letzten Jahren auf Einkaufstour: Legrand erwarb im Juli 2000 die US-Firma Wiremold & Co, Schneider kaufte sich in den USA, Frankreich, Ungarn und der Türkei ein.



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