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25.01.2002

13:04 Uhr

Schottland unangnehmster Gegner

Berti gegen Deutschland

Rudi Völler und die deutsche Fußball- Nationalmannschaft hatten wieder einmal Glück. Bei der Auslosung für die Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 am Freitag im Kongresszentrum "Europarque" in der Nähe von Porto wurden Schottland, Island, Litauen und die Färöer Inseln als Gegner ermittelt. Damit kommt es möglicherweise zu einem Aufeinandertreffen mit dem früheren Bundestrainer Berti Vogts, der als schottischer Nationaltrainer im Gespräch ist.

dpa PORTO. "Man darf natürlich keinen Gegner unterschätzen. Aber im Großen und Ganzen müssen wir zufrieden sein", meinte Teamchef Völler. Noch in der vergangenen Woche habe er mit Vogts über die mögliche Gegnerschaft geflachst: "Ich fahre jetzt zur Auslosung. Soll ich Dich da würdig vertreten?" Es sei "sensationell, dass wir jetzt in einer Gruppe sind". DFB-Präsident Gerthard Mayer-Vorfelder sprach von einer Art von "Nordsee-Meisterschaft".

"Ich denke, man kann zufrieden sein. Es hätte schlimmer kommen können", kommentierte Franz Beckenbauer die Auslosung. "Wenn es mit der Anstellung von Berti Vogts in Schottland klappt, wäre das natürlich der Höhepunkt der Auseinandersetzung", meinte der Präsident von Bayern München und des Organisationskomitees für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Vogts hatte die deutsche Nationalelf 1996 bei der EM in England zum letzten großen Titel geführt.

Die Schotten dürften der unagenehmste Gegner für den dreimaligen Europameister sein. In bisher 13 Länderspielen gab es fünf deutsche Siege und vier Niederlagen bei vier Unentschieden. In Erinnerung ist noch das Tor von Stan Libuda, das 1969 den 3:2-Sieg sicherstellte und den Weg zur WM nach Mexiko 1970 öffnete. Die beiden einzigen Vergleiche mit Island hat die DFB-Auswahl gewonnen. Gegen Litauen und die Färöer Inseln kommt es zu Länderspiel-Premieren.

Die Qualifikationsspiele müssen zwischen dem 7. September 2002 und dem 19. November 2003 ausgetragen werden. Bei der Auslosung wurden die 50 Länder in zehn Gruppen eingeteilt. Direkt für die EM vom 12. Juni bis 4. Juli 2004 sind neben Gastgeber Portugal lediglich die Gruppensieger qualifiziert. Die Gruppen-Zweiten müssen in Relegationsspielen am 15./16. sowie 18./19. November 2003 die restlichen fünf Endrundenteilnehmer ermitteln.

Die deutsche Nationalelf hat seit 1972 ununterbrochen die Endrunde von Europameisterschaften erreicht. 1972, 1980 und 1996 holte sie den Titel. Bei der Auslosung blieben die befürchteten, möglichen Gegner wie England, mit dem sich die Völler-Elf in der WM-Qualifikation messen musste, oder die Niederlande erspart. Die Deutschen waren mit neun anderen Ländern als Gruppenköpfe gesetzt.

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