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21.07.2000

09:06 Uhr

Schröder: Putin muss beim Reformkurs unterstützt werden

G-8-Gipfel: Schröder kritisiert NMD-Pläne

"Wir sind im NATO-Bündnis Verbündete der USA", so Schröder.

Reuters OKINAWA. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat wenige Stunden vor Beginn des G-8-Gipfels in Okinawa seine Kritik an den US-Plänen für ein nationales Raketenabwehrsystem (NMD)erneuert. "Es ist gar keine Frage, wir stehen dieser Initiative durchaus skeptisch gegenüber", sagte der Bundeskanzler am Freitag vor Journalisten. Er ergänzte: "Wir müssen unbedingt die Abrüstungsschritte, die wir gemacht haben, erhalten".

Die Frage, ob er sich damit als Verbündeten des russischen Präsidenten Wlamidir Putin sieht, der die US-Pläne ebenfalls heftig kritisiert, verneinte Schröder allerdings. "Wir sind im NATO-Bündnis Verbündete der USA", sagte der Kanzler. Zugleich warb Schröder für eine Unterstützung des Westens für Putin und seinen Reformkurs. "Er verdient unsere Unterstützung bei der Herstellung demokratischer und stabiler Strukturen", sagte Schröder. Putin werde auf dem Gipfel vermutlich selbstbewusst vorführen, was er bereits in Gang gesetzt habe, etwa bei der Stärkung der staatlichen Autorität in Russland.

Zuversichtlich äußerte sich der Kanzler, dass bei dem Gipfel Fortschritte in der Entschuldungs-Initiative für die ärmsten der armen Länder erzielt werden. "Ich denke, wir schaffen es, bis zum Ende dieses Jahres zwanzig der ärmsten Länder in diese Initiative reinzubringen", sagte Schröder. Als offizieller Gipfelbeginn ist für den Abend ein Arbeitsessen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industriestaaten und Russlands (G-8) geplant.

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