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14.02.2003

13:52 Uhr

Schröder telefoniert mit Blair

Regierung hofft auf einheitliche EU-Haltung zu Irak

Die Bundesregierung hat die Hoffnung bekräftigt, dass die Europäische Union (EU) im Irak-Konflikt auf ihrem Sondergipfel am Montag in Brüssel zu einer einheitlichen Position zurückfinden wird. Regierungssprecher Bela Anda sagte am Freitag in Berlin, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hoffe, dass die EU zu der gemeinsamen Sprache zurückfinden könne, die die Außenminister bereits Ende Januar formuliert hätten.

Reuters BERLIN. Schröder selbst habe am Donnerstag mit dem britischen Premiermininister Tony Blair telefoniert. In dem Gespräch seien die gegensätzlichen Standpunkte ausgetauscht worden.

Blair gilt als engster Verbündeter der USA, die Irak notfalls mit militärischen Mitteln entwaffnen wollen. Deutschland lehnt wie Frankreich und Russland einen möglichen Irak-Krieg ab. Acht europäische Staats- und Regierungschefs, darunter Blair, der spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar sowie dessen italienischer Kollege Silvio Berlusconi hatten unlängst die amerikanische Haltung unterstützt. Wegen der Differenzen innerhalb der Europäischen Union hat die griechische EU-Ratspräsidentschaft für Montag zu dem Sondergipfel eingeladen.

Schröder hatte bereits am Mittwoch nach einem Treffen mit Aznar die Hoffnung geäußert, dass die Europäer in Brüssel zu einer einheitlichen Haltung zurückfinden würden. Er hatte allerdings auch die Beibehaltung der Differenzen nicht ausgeschlossen. Falls eine Einigung nicht möglich sein sollte, "ist es allemal wichtig genug, einen intensiven Meinungsaustausch in dieser Frage zu haben".

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