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11.03.2003

13:20 Uhr

Schutz angeblich nicht ausreichend

Atomenergiebehörde warnt vor "schmutzigen Bomben"

Die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) hat am Dienstag mehr Schutz vor Terroranschlägen mit radioaktiven Material gefordert. Trotz des gesteigerten Sicherheitsbewusstseins seit den Anschlägen am 11. September 2001 werde radioaktives Material weiter gestohlen oder gehe verloren, sagte der Direktor der IAEA, Mohamed El Baradei, in Wien

Reuters WIEN. . Unter Hinweis auf Anschlagspläne mit so genannten "schmutzigen Bomben" fügte er hinzu: Es sei klar, dass zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen dringend gebraucht würden. Bei "schmutzigen Bomben" handelt es sich um radioaktives Material, das mit einem Sprengsatz zur Explosion gebracht wird und große Gebiete verseuchen kann. Während einige Staaten die Sicherheitsmaßnahmen zur Kontrolle radioaktiven Materials verschärften, fehlten vielen anderen Ländern dazu die Mittel, sagte ElBaradei. Vor allem in Ländern der ehemaligen Sowjetunion sei es ein akutes Problem, dass radioaktives Material verschwinde. Es seien etwa 280 Fälle von Schmuggel von radioaktivem Material bekannt, doch die Dunkelziffer könnte deutlich höher sein, als die bei der IAEA angezeigten Fälle, sagte ElBaradei.

Das Risiko im Umgang mit dem tödlichen Material sei keine Abschreckung mehr für Terroristen, fügte er hinzu. Das hätten die Selbstmordanschläge am 11. September gezeigt.

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