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11.07.2000

07:45 Uhr

ap PARIS. Angesichts der Probleme bei der Eindämmung der steigenden Internetkriminalität erwägt die internationale Polizeibehörde Interpol, die Dienste einer privaten Sicherheitsfirma in Anspruch zu nehmen. Diese soll vor allem helfen, Unternehmen vor Hackern zu schützen. Es wäre das erste Mal, das Interpol sich bei der Bekämpfung von Computerkriminalität auf private Hilfe stützt, wie Interpol-Generalsekretär Raymond Kendall der Nachrichtenagentur Associated Press sagte.

Die Firma AtomicTangerine aus Menlo Park in Kalifornien sei an ihn mit der Idee herangetreten, ein Frühwarnsystem für Firmen vor Hackerangriffen einzurichten, erklörte Kendall. Im Gegenzug werde Interpol die Informationen bekommen, die AtomicTangerine gesammelt habe. Kendall erklärte, er werde diese Idee prüfen, da die Internetkriminalität noch ein sehr neues Gebiet sei, auf dem die Polizei noch wenig Erfahrung habe. Und die Regierungen hätten zudem Probleme, grenzüberschreitende Maßnahmen gegen diese Verbrechen zu koordinieren.

Interpol hat gegenwärtig ein halbes Dutzend Polizisten im Einsatz gegen die Internetkriminalität. Normalerweise werde bei einer neuen Art von Verbrechen eine Sondergruppe gebildet, sagte Kendall. "Aber es gibt Grenzen, wenn man aus Polizisten und Detektiven Techniker machen will. Und ich glaube, dass auf diesem Gebiet schnell gehandelt werden muss." Das sei auch der Grund, warum er über das Angebot von AtomicTangerine nachdenke. Eine Entscheidung solle bis Mitte Oktober fallen. Die Firma AtomicTangerine ist aus dem Stanford Research Institute (SRI) hervorgegangen, einem der führenden Forschungsinstitute im Internet-Bereich.



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