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06.02.2001

12:12 Uhr

Schwache Halbleiter- und PC-Umsätze

Toshiba senkt Gewinnausblick und stellt Laptop-Produktion in USA ein

Der Elektronikkonzern wird aufgrund schwacher Halbleiter- und PC-Umsätze voraussichtlich 30 % weniger verdienen und in den USA ein Viertel seiner Angestellten entlassen. Analyse: Toshiba als "Outperformer"

rtr/vwd TOKIO/SAN FRANCISCO. Der japanische Elektronikkonzern Toshiba hat aufgrund schwacher Halbleiter- und PC-Umsätze seinen Gewinnausblick für das im März endende Geschäftsjahr 2000/01 um 30 % gesenkt. Zudem berichtet der Branchendienst,
CNET Networks, San Francisco, dass Toshiba die Laptop-Produktion in den USA am Produktionsstandort Irvine einstellen werde. Dabei würden 500 Mitarbeiter entlassen - dies entspreche 25 % des Gesamtpersonalbestands in den Vereinigten Staaten.

Spekulationen über eine Senkung der Gewinnprognosen hatten an der Tokioter Börse zuvor bereits die Aktie unter Druck gesetzt. Für das Geschäftsjahr erwarte der Konzern jetzt nur noch einen Nettogewinn von 96 Mrd. Yen (1,74 Mrd. DM).

Im Oktober war Toshiba noch von 137 Mrd. Yen ausgegangen. Für den Kozernumsatz senkte Toshiba nach eigenen Angaben die Prognose auf 5,98 Billionen von zuvor 6,22 Bill. Yen. Vor Steuern plane Toshiba nun mit einem Gewinn von 185 Mrd. Yen, verglichen mit zuvor geschätzten 250 Mrd. Yen. Den erwarteten Halbleiterabsatz schätzte das Unternehmen nunmehr mit 1,12 Bill. Yen nach zuvor geplanten 1,18 Bill. Yen. Die Prognose für den PC-Umsatz habe Toshiba auf 720 Mrd. Yen von zuvor erwarteten 810 Mrd. Yen gesenkt.

Im Produktionsstandort Irvine wurden von Toshiba America Information Systems nach einem Bericht des Branchendienstes CNET Networks Inc, San Francisco, bislang Laptops und Desktop-Computer gebaut. Jetzt soll das Werk den Zusammenbau von Computermodellen übernehmen, deren Komponenten in Japan oder auf den Philippinen gebaut werden.

Toshiba war nach vorläufigen Statistiken von Dataquest im vierten Quartal 2000 im Laptopmarkt von Platz eins auf Rang drei abgerutscht. International Business Machines Corp (IBM), Armonk, liege mit 13,5 % Marktanteil vor Dell Computer Corp. Der Computerhersteller aus Round Rock habe 13 % des Laptopmarktes. Toshiba komme auf 12,5 %.

An der Börse hatten zuvor bereits entsprechende Spekulationen die Aktie rund vier Prozent einbüßen lassen. Toshiba beendeten den Dienstagshandel mit einem Kursverlust von 3,9 Prozent auf 713 Yen.



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