Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2001

16:17 Uhr

Schwache Nokia-Verkaufszahlen belasten die Technologiewerten

Wall Street startet freundlich

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Nachdem die Märkte seit der Zinssenkung in der vergangenen Woche Kursverluste hinnehmen mussten, sieht es trotz einer Reihe negativer Nachrichten erstmals wieder nach einem freundlichen Handelstag aus.

Die Nasdaq profitiert von Kursgewinnen bei Microsoft, Oracle, Cisco. Internetunternehmen kosten den Index jedoch einen Teil seiner Punkte. Sowohl Amazon.com als auch Yahoo notieren im frühen Handel schwächer. Während Analysten weiterhin anzweifeln, dass Amazon.com in Kürze die Gewinnzone erreicht werde, leidet Yahoo unter der Sorge, rückläufige Werbeeinnahmen könnten die Unternehmenserträge beeinträchtigen. Salomon Smith Barney und Robertson Stephens stuften Amazon.com am Morgen herunter. ABN Amro reduzierte die Einstufung von Yahoo.

Auf der Gewinnerspur sind dagegen die Aktien von I2 Technologies, Commerce One und Ariba. Die Aktie von I2 Technologies kann ihren gestrigen Höhenflug heute fortsetzten, nachdem der Hersteller von B2B Software die Umsatzerwartungen für das vergangene Jahr voraussichtlich um 28 Millionen Dollar übertreffen wird. Auch andere Hersteller von Software für Internetmarktplätze gewinnen an Wert. Credit Suisse empfiehlt die Aktie von I2 Technologies auf "aggressiven Kauf".

Unter Druck setzten Nokia dagegen den Mobilfunksektor. AT&T Wireless, Motorola, Ericsson und Conexant notieren schwächer, nachdem der weltgrößte Mobiltelefonhersteller im vergangenen Jahr die erwarteten Umsatzzahlen nicht erwirtschaften konnte. Zwar steigerte Nokia die Verkaufszahlen 2000 im Vergleich zum Vorjahr um 64 Prozent, verfehlte mit 128 Millionen verkauften Handys aber dennoch die Erwartungen. Erst Anfang Dezember hatte die Unternehmensleitung die Prognosen bis zum Jahr 2003 nach oben korrigiert. Bei weltweit 405 Millionen verkauften Handys kann Nokia jedoch immer noch ein Drittel der verkauften Mobiltelefone auf sich vereinen. Lehman Brothers empfiehlt die Aktie weiterhin als "Outperformer", die Anleger zeigen sich dennoch enttäuscht. Die Aktie verliert 13 Prozent.



Stärker tendiert dagegen der gebeutelte Telefonkonzern AT&T. Morgan Stanley hält die Aktie von AT&T fast für zu billig. Der Analyst Simon Flannery stuft den Wert auf "aggressiv kaufen" auf, da das Papier um 75 Prozent unterbewertet sei. Die anstehende Aufspaltung des Unternehmens in vier börsennotierte Teile könne den Wert für Anleger wieder attraktiv machen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×