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07.02.2002

17:02 Uhr

Schwarze Zahlen in zwei Jahren geplant

Dezentrale Produktion bei "FTD" in Frage gestellt

Bei der "Financial Times Deutschland" (FTD) wird offenbar die dezentrale Produktion der Zeitung in Hamburg, Frankfurt und Berlin in Frage gestellt. In Verlagskreisen hieß es am Donnerstag, die Chefredaktion habe Zweifel geäußert, ob eine Produktion an drei Standorten journalistisch und wirtschaftlich Sinn habe.

Reuters HAMBURG. Darüber werde nun diskutiert. Eine "FTD"-Sprecherin sagte auf Anfrage, bei der Diskussion gehe es ausschließlich um Produktionsabläufe, nicht aber um Redaktionsstandorte. "Wir wollen nach wie vor unsere Zentrale in Hamburg, die Finanzredaktion in Frankfurt und die Politikredaktion in Berlin haben."

Die "FTD"-Chefredakteure Christoph Keese und Wolfgang Münchau hätten allerdings eine Diskussion über die Prozesse der dezentralen Produktion eingeleitet, sagte die Sprecherin und verwies auf ein Schreiben Keeses und Münchaus an die Mitarbeiter der Zeitung. Im Sommer und Herbst solle mit allen Beteiligten darüber diskutiert werden, wie die Nachteile der dezentralen Produktion durch Prozessveränderungen überwunden werden könnten. Am Frankfurter Standort werde mittlerweile mit einem Producer weniger gearbeitet.

Die "Financial Times Deutschland" ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr und des britischen Medienkonzerns Pearson. Die Wirtschaftstageszeitung war Anfang 2000 an den Start gegangen und hat inzwischen eine verkaufte Auflage von rund 78 000 Exemplaren. In Medienberichten wird immer wieder über die Zukunft des Zeitungs-Engagements bei Gruner+Jahr spekuliert, das auch Regionalblätter wie die "Berliner Zeitung" umfasst. Für die "FTD" peilten der Hamburger Verlag und Pearson beim Start schwarze Zahlen für 2004 bis 2005 an. Nach einem Gewinneinbruch bei Gruner+Jahr im Geschäftsjahr 2000/2001 muss auch die "FTD" sparen.

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