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26.01.2001

16:14 Uhr

Reuters MÜCHELN. Trotz der bevorstehenden Massenschlachtung wegen eines BSE-Falls will der betroffene Agrargroßbetrieb in Mücheln in Sachsen-Anhalt seinen Betrieb aufrechterhalten. Die Landwirtschaftliche Produktions- und Vertriebsgesellschaft (LPVG) Mücheln wolle zwar vorerst keinen neuen Rinderbestand aufbauen, das Unternehmen aber mit Schweinezucht und Landbau weiterbetreiben, sagte Geschäftsführer Fritz Arlet am Freitag. Noch sei unklar, ob alle 20 Arbeitsplätze des Unternehmens erhalten werden könnten. Erst wenn es der Wissenschaft gelinge, eine Infektion mit der Rinderseuche BSE auch am lebenden Tier nachzuweisen und damit für den Verbraucher BSE-freies Fleisch zu garantieren, werde sich das Unternehmen auch wieder einen Mastrind-und Milchkuhbestand aufbauen.

Samstag werden 1 000 Rinder getötet

Mit dem Abtransport der mehr als 1 000 Rinder des Unternehmens zur Tötung soll am Samstagmorgen begonnen werden. Eine konkrete Uhrzeit konnte Arlet nicht nennen. Nach Angaben von Landrat Tilo Weber sollen der Abtransport und die Tötung der Rinder in einem wenige Kilometer entfernten Schlachthof voraussichtlich am Sonntagabend abgeschlossen sein. Die Kadaver werden anschließend zu Tiermehl verarbeitet, dass dann wie Sondermüll verbrannt wird.

Die Tötung des Tierbestandes aus dem Agrarunternehmen in Mücheln ist die erste Massenschlachtung infolge eines BSE-Falles. Nach den zuvor bekannt gewordenen BSE-Fällen sind bislang bundesweit insgesamt rund 2000 Rinder gekeult worden.

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