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18.02.2002

07:35 Uhr

Schweizer sichern sich Silber und Bronze

Christoph Langen holt Gold im Zweierbob

Christoph Langen hat seine einzigartige Bob-Karriere mit dem Gewinn der Goldmedaille im Zweier gekrönt. Vier Jahre nach seinem Triumph von Nagano im großen Schlitten wurde der fünfmalige Weltmeister am Sonntag im Eiskanal von Park City mit seinem Anschieber Markus Zimmermann zum zweiten Mal Olympiasieger.

Foto: dpa

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HB/dpa SALT LAKE CITY. In einer knappen Entscheidung setzte sich das Duo aus Unterhaching nach einer Fahrzeit von 3:10,11 Minuten für die vier Läufe mit 9/100 Sekunden vor den Schweizern Christian Reich/Steve Anderhub durch. Mit den Weltcup-Siegern Martin Annen/Beat Hefti (3:10,62) fuhr ein weiterer Schweizer Schlitten auf den Bronze-Rang.

"Mehr an Spannung kann man nicht bieten. Es war ein supergeiles Rennen. Ich hätte mir gewünscht, am Ende zeitgleich mit den Schweizern gewesen zu sein", sagte der fast 40-jährige Langen nach dem Gewinn seiner 25. internationalen Medaille. Auch Zimmermann hätte den Schweizern Gold gewünscht: "Sie hätten es auch verdient gehabt. Es war ein Riesen-Wettbewerb." Bob-Bundestrainer Raimund Bethge freute sich mit den Siegern: "Es war Christophs Lebensziel, auch im Zweier zu schaffen, was ihm im Vierer schon 1998 gelungen war."

Der knapp bezwungene Christian Reich erkannte den Sieg seines Konkurrenten neidlos an: "Der Christoph hat verdient gewonnen. Ich wüsste nicht, wo ich die 9/100 hätte rausfahren sollen." Die Winterberger Rene Spies und Franz Sagmeister beendeten ihre Olympia- Premiere in 3:10,84 Minuten nur knapp hinter den Amerikanern Todd Hays/Garrett Hines (3:10,65) und Pierre Lueders/Giulio Zardo aus Kanada (3:10,73) als Sechste.

Langen und Zimmermann machten es in der 1 335 m langen Eisschlange ungeheuer spannend: Der gebürtige Rheinländer und sein Partner aus Oberbayern lagen nach dem ersten Lauf 2/100 Sekunden hinter den Schweizern zurück und machten in den beiden folgenden Durchgängen jeweils 1/100 gut. Obwohl ihm durch den Ausfall seines etatmäßigen Anschiebers Marco Jakobs am Start jeweils ein paar Hundertstel verloren gingen, demonstrierte Langen in der Eisschlange sein überragendes fahrerisches Können. Mit der Bahnrekordzeit von 47,44 Sekunden schloss er im dritten Lauf zu dem von Beginn an führenden Reich auf und setzte sich schließlich von dem Eidgenossen ab.

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