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20.01.2003

14:43 Uhr

Schwere Krise im griechischen Fußball

AEK Athen droht Zwangsabstieg

Dem griechischen Traditionsclub AEK Athen und mehreren anderen Mannschaften droht der Zwangsabstieg aus der ersten Liga. Das griechische Sportministerium hat am Montag Finanz- Kontrollen bei allen Vereinen der ersten Liga angeordnet. Falls Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, drohe den betroffenen Teams der Abstieg. Dies berichtete der griechische Rundfunk.

HB/dpa ATHEN. Ausgelöst wurde die Krise durch einen Streit zwischen AEK- Präsident Makis Psomiadis und seinem Starspieler Demis Nikolaidis. Dabei soll der Vereinschef mit vier Bodyguards bei dem Spieler, der angeblich ausstehende Gehaltszahlungen fordert, aufgetaucht sein und ihn massiv mit dem Bruch der Beine bedroht haben. Nikolaidis ging jedoch zur Polizei und kündigte an, unter der Regentschaft von Psomiadis nie wieder für den AEK Athen zu spielen.

Der AEK-Chef war bereits im November vergangenen Jahres zu zwölf Jahren Gefängnis wegen Verleumdung und Verfälschung verurteilt worden, kam aber aus gesundheitlichen Gründen vorläufig wieder frei. Der griechische Sportminister, Giorgos Lianis, forderte den Club auf, den Präsidenten binnen zehn Tagen abzusetzen.

Der griechische Fußball steht seit Jahren in der Krise. Leere Tribünen, Ärger mit den Schiedsrichtern, Ausstreitungen und der Zusammenbruch einer Kabel-Plattform, die die Haupteinkommensquelle für die griechischen Fußballteams war, haben in den vergangenen Monaten die Situation zugespitzt.

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