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10.07.2000

08:35 Uhr

dpa MOSKAU/JEKATERINBURG. Der Generaldirektor des größten russischen Unternehmens für Schwermaschinenbau, Uralmasch, ist am Montag bei einem Anschlag im Ural getötet worden. Oleg Belonenko sei an schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus gestorben, meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Auch Belonenkos Fahrer sei seinen Schussverletzungen erlegen. Unbekannte hatten das Feuer aus Maschinenpistolen auf den Wagen Belonenkos eröffnet, als dieser am Morgen in der Gebietshauptstadt Jekaterinburg zur Arbeit fuhr.

Die Aktiengesellschaft Uralmasch mit mehreren zehntausend Mitarbeitern ist ein zu Sowjetzeiten errichteter riesiger Industriekomplex im Ural, in dem früher auch schwere Panzer gebaut wurden. Heute werden dort unter anderem Bergwerksanlagen hergestellt und jährlich mehr als 400 000 Tonnen Stahl produziert.

Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren teilprivatisiert worden und versuchte, mit der Umstellung von Rüstungsproduktion auf zivile Güter wettbewerbsfähig zu bleiben. Belonenko war erst seit Dezember Generaldirektor von Uralmasch und damit einer der einflussreichsten Unternehmer in Russland.

Um die ehemaligen Rüstungs- und Industriebetriebe im Ural ist mit der Privatisierung ein Verteilungskampf entbrannt. Jekaterinburg gilt als eines der Zentren der Mafia in Russland.

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