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23.01.2003

11:15 Uhr

Schwieriges wirtschaftliches Umfeld

Sulzer konnte Auftragseingang knapp halten

Der Schweizer Industriekonzern Sulzer hat 2002 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld etwa gleich viele Aufträge beschaffen können wie im Vorjahr. Im laufenden Jahr hänge die Auftrags- und Umsatzentwicklung massgeblich von einem möglichen Krieg im Irak ab, erklärte Sulzer am Donnerstag. Die Betriebsgewinn-Margen will der Konzern aber auf jeden Fall verbessern.

Reuters WINTERTHUR. Der Auftragseingang sank nach Sulzer-Angaben vom Donnerstag um drei Prozent auf 1,864 Milliarden Franken. Neben der anspruchsvollen Marktsituation hätten sich insbesondere die Währungen negativ auf den Bestellungseingang ausgewirkt. Bereinigt um Devestitionen, Übernahmen und Währungseinflüsse zog der Bestellungseingang den Angaben zufolge um zwei Prozent an.

Insgesamt, das heisst einschliesslich dem Brennstoffzellenprojekt Hexis sowie weiterer Aktivitäten, habe sich der Bestellungseingang um sechs Prozent auf 1,917 Milliarden Franken verringert. Als Kerngeschäft bezeichnet Sulzer die vier Divisionen Metco, Turbomachinery Services, Pumps und Chemtech.

Sulzer erwartet für 2002 in den Kernbereichen ein deutlich positives Betriebsergebnis, das allerdings unter den 100 Millionen Franken des Vorjahres liegen werde. Dank der Verkäufe des Bereichs Burckhardt sowie von Immobilien werde das Gesamtresultat in ansprechender Höhe ausfallen, hiess es. 2001 verzeichnete der Konzern einen Reingewinn von zwei Millionen Franken.

Im laufenden Jahr erwartet Sulzer tiefere einmalige Erträge aus Veräusserungen. In den kommenden Jahren will Sulzer aber weiterhin Immobilien im Wert von nochmals 200 Millionen Franken veräussern. Angesichts der angespannten weltpolitischen Lage und der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung sei das Geschäft im laufenden Jahr schwer zu prognostizieren. Sulzer gehe in den kommenden Monaten von einer weiterhin verhaltenen Auftragsentwicklung aus.

Das laufende Jahr werde entscheidend sein, ob Sulzer die bis 2005 angepeilte Zielsetzung eines Umsatzes von drei Milliarden Franken und einer operativen Marge (Ebita) von neun Prozent erreiche. "Grundsätzlich halten wir daran fest, im Verlauf von 2003 müssen wir das aber anschauen," sagte ein Konzernsprecher.

An der etwas schwächeren Börse notierten Sulzer unverändert bei 191,25 Franken. Der Auftragseingang der Kernbereiche lag im Rahmen des Konsenses von 1,866 Milliarden Franken. Positiv sei, dass der mit einem Umsatz von 942 Millionen Franken grössten Bereich Pumpen das stärkste organische Wachstum aufgewiesen habe, hiess es bei der Zürcher Kantonalbank. Dagegen habe sich die Profitabilität in dem Bereich im letzten Quartal offenbar verschlechtert. Sulzer rechnet hier neu mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses statt einem gehaltenen Resultat.

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