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20.06.2000

13:05 Uhr

dpa NEW YORK. Die Seagram Company verfügt als einer der weltgrößten Spirituosen- und Getränkekonzerne über legendäre Marken wie Chivas Regal-Whiskey, Martell-Cognac und Captain Morgan-Rum und über Vertriebsrechte für Absolut-Vodka. Mit Spirituosen, Wein und Getränken setzt Seagram rund fünf Mrd. $ um oder knapp ein Drittel des Gesamtumsatzes. Diese Seagram-Sparte wurde am Dienstag als "nichtstrategischer Vermögenswert" der neuen Vivendi Universal-Gruppe bezeichnet, die durch die Dreierfusion zwischen Vivendi, Canal+ und Seagram entsteht.

Die Zukunft der Seagram-Getränkesparte werde davon bestimmt, wie man den höchsten Wert für die Aktionäre herausschlagen und die Interessen der Mitarbeiter berücksichtigen kann, teilten die Unternehmen in Paris am Dienstag mit. Nach Wall-Street-Spekulationen könnte die britische Spirituosen- und Getränkefirma Allied Domecq daran interessiert sein. Allied Domecq und Seagram hinken weit hinter dem Spirituosen-Branchenführer der britischen Diageo-Gruppe hinter her. Diese war vor drei Jahren durch die Fusion von Guinness und Grand Metropolitan entstanden.

Die Seagram-Marken könnten mehr als sieben Mrd. $ bringen. Einige Schätzungen liegen sogar bei bis zu neun Mrd. $. Allied Domecq kontrolliert wichtige Marken wie Beefeater-Gin und Ballantine's-Whiskey. Seagram ist in Nordamerika sehr stark, während Allied Domecq in Europa ein wichtige Rolle spielt. Diageo könnte ebenfalls Interesse zeigen. Eine dritte Möglichkeit sei es, dass die Seagram-Familie selbst die Getränkesparte behält, spekulierte die "New York Times" am Dienstag. Auch Bacardi-Martini, die französische Pernod SA-Ricard und die US-Spirituosenfirma Brown Forman - könnten Mitbewerber sein, schreibt die Zeitung. Allerdings könnten sich nach Meinung der Zeitung weder Pernod Ricard mit 3,5 Mrd. $ Umsatz noch Brown-Foreman mit rund zwei Mrd. $ Umsatz im Alleingang einen Kauf der Seagram-Getränkesparte leisten.

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