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28.01.2003

08:42 Uhr

SEC verschärft Richtlinien

US-Börsenregeln treffen deutsche Firmen

Deutsche Unternehmen mit Börsennotierung in den USA müssen künftig eine Reihe neuer Regeln der US-Börsenaufsicht SEC beachten.

tmo NEW YORK. Deutsche Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer, die in den USA tätig sind, müssen sich ebenfalls mit den Neuerungen befassen. Das gilt auf jeden Fall für internationale Kanzleien und Prüfungsgesellschaften, die in den USA zugelassen sind.

"Davon sind vermutlich alle Anwälte und Wirtschaftsprüfer betroffen, die nach US-Recht Verträge erarbeiten oder Prüfungsvermerke erteilen", sagt Anwalt Steven Thal, der in New York auch deutsche Firmen berät. Außerdem erließ die US-Behörde neue Vorschriften für Fondsfirmen und Vermögensverwalter.

Die neuen SEC-Richtlinien verfolgen sollen eine zu große Nähe zwischen Wirtschaftsprüfern und den von ihnen kontrollierten Unternehmen verhindern. Weiter wollen die Aufseher sicherstellen, dass Fondsgesellschaften und Vermögensverwalter ihre Aktienstimmrechte im Sinne der Anteilseigner ausüben. Und schließlich will die SEC die Anwälte zwingen, unsaubere Bilanzpraktiken ihre Firmenkunden nicht stillschweigend zu tolerieren.

Auslöser für die meisten neuen Regeln ist das Sarbanes-Oxley-Gesetz. Das hatte der US-Kongress nach dem Bilanzbetrug beim Energiehändler Enron verabschiedet. In einzelnen Punkten ging die SEC über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

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