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02.01.2002

14:42 Uhr

Sechs Schiffe machen sich auf den Weg

Bundeswehr startet Anti-Terror-Einsatz

Ein Verband der Deutschen Marine ist am Mittwoch zur Unterstützung der USA im Kampf gegen den Terror nach Afrika ausgelaufen. Unter der Führung der Fregatte "Emden" legten die sechs Schiffe mit rund 750 Soldaten an Bord vom Stützpunkt Wilhelmshaven ab.

ap WILHELMSHAVEN. In etwa drei Wochen sollen sie ihr Einsatzgebiet am Horn von Afrika erreicht haben. Der Einsatz werde "nicht ohne Risiko" sein, erklärte den Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Lutz Feldt, vor dem Auslaufen der Schiffe.

Nach Marineangaben soll der Verband die Freiheit und Sicherheit der Seewege sicherstellen sowie Nachschub und Fluchtwege terroristischer Organisationen unterbrechen. Die Operation trägt den Titel "Unterstützung Enduring Freedom", an der Fahrt nehmen die Fregatten "Emden" und "Köln", der Versorger "Freiburg", der Tanker "Spessart" sowie die Tender "Main" und "Donau" teil. Am Freitag folgt die Verladung von fünf Schnellbooten, die mit Spezialschiffen zum Horn von Afrika gebracht werden. Vizeadmiral Feldt sagte, der Einsatz sei "nicht in allen Teilen" planbar. "Vieles ist noch offen", meinte er.

Der Marine-Einsatz wurde am 16. November vom Bundestag genehmigt. Nach dem Beschluss zur Beteiligung an dem Einsatz stellt Deutschland ein Kontingent von insgesamt bis zu 3.900 Soldaten bereit. Darunter sind allein 1.800 Marine-Soldaten. Gemessen an dieser Zahl gilt der Einsatz als der größte seit Gründung der Bundesmarine.

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