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07.03.2003

16:32 Uhr

Sechs weitere Festnahmen

Zwei Söhne Osama bin Ladens festgenommen

Knapp eine Woche nach Festnahme des El-Kaida-Führungsmitglieds Chalid Scheich Mohammed in Pakistan haben US-Truppen im Südosten Afghanistans angeblich zwei Söhne von Terroristenchef Osama bin Laden gefangen genommen. Der Innenminister der pakistanischen Provinz Belutschistan, Sardar Sanaullah Zehri, berichtete dem privaten Fernsehkanal Geo am Freitag von der Gefangennahme.

Zwei seiner Söhne wurden festgenommen: Osama bin Laden. Foto: dpa

Zwei seiner Söhne wurden festgenommen: Osama bin Laden. Foto: dpa

dpa/rtr ISLAMABAD/KAIRO. Die beiden Söhne seien bei der "blutigen Aktion" verletzt worden. Ihre Gefangennahme blieb zunächst in Washington und der pakistanischen Hauptstadt Islamabad unbestätigt.

Bei der Operation im Grenzdreieck zwischen Afghanistan, Pakistan und Iran gingen nach nicht näher erläuterten Informationen des Innenministers auch sechs mutmaßliche El-Kaida-Mitglieder ins Netz. Auch mehrere an der Aktion beteiligte Ausländer hätten Verletzungen erlitten.

Es gebe keine Informationen darüber, dass auch Bin Laden selbst in die Auseinandersetzung verwickelt gewesen sei, hieß es. Die pakistanische Regierung hatte zuvor Gerüchte über eine angebliche Festnahme Bin Ladens zurückgewiesen. Regierung und Militär bezeichneten entsprechende Meldungen als falsch. Auch ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington hatte von unbegründeten Gerüchten gesprochen.

Die Gerüchte, Bin Laden halte sich in der Provinz Belutschistan im Südwesten Pakistans auf oder sei dort sogar gefasst worden, waren in Quetta aufgekommen. Die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" berichtete am Freitag unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, die bei der Festnahme Mohammeds gefundenen Hinweise deuteten darauf hin, dass sich Bin Laden, der Anführer der Terrororganisation El Kaida, derzeit in Belutschistan nahe der iranischen Grenze aufhalte.

Die USA machen Bin Laden für die Anschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium in Washington verantwortlich.

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