Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.02.2002

17:00 Uhr

"Sein Adressbuch ist eine Goldmine"

Islamist packt aus: Liste mit El-Kaida-Namen

Ein mutmaßlicher Hintermann der Terrororganisation El Kaida hat nach Angaben französischer Ermittler wichtige Verbindungen zu inhaftierten Terrorismus-Verdächtigen in den USA und Großbritannien enthüllt.

dpa PARIS. Der 27-jährige Franko-Algerier Yacine Akhnouche war Anfang der vergangenen Woche in Paris gefasst worden und sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft. "Sein Adressbuch ist eine Goldmine. Darin sind die meisten Namen militanter Islamisten, die in den vergangen Monaten festgenommen wurden", sagte einer der Untersuchungsrichter der französischen Tageszeitung "Le Parisien" (Sonntag-Ausgabe).

Akhnouche habe gestanden, im Jahr 2000 in einem Trainingslager der El Kaida in Afghanistan gewesen zu sein. Er habe dort sowohl den so genannten "Schuhbomber" Richard Reid als auch den in den USA angeklagten Franzosen Zacarias Moussaoui kennen gelernt. Reid war mit einem Zündsatz in seinem Schuh kurz vor Weihnachten auf einem American-Airlines-Flug von Paris nach Miami überwältigt worden. Moussaoui gilt als der "20. Mann" der Terroranschläge vom 11. September.

Akhnouche will auch den in London inhaftierten mutmaßlichen Fundamentalisten Abu Doha gekannt haben. Doha gilt als einer der wichtigsten El- Kaida-Verbindungsmänner in Europa und soll Chef der Frankfurter Gruppe gewesen sein, die im Dezember 2000 einen Anschlag auf das Straßburger Münster planten. Die Ermittler bezeichneten Akhnouche als glaubwürdig.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×