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04.01.2001

17:52 Uhr

Seit der Erstnotiz hat die Aktie um 11 Prozent zugelegt

Aktie Gelb hat noch Aufwärtspotenzial

Die "Aktie Gelb" der Deutschen Post AG hat nach einer insgesamt positiven Kursentwicklung seit der Erstnotiz nach Einschätzung von Analysten weiteres Aufwärtspotenzial. Das Kursziel der Post-Aktie liege derzeit bei 26 Euro, sagte David Greenall, Analyst bei der Commerzbank in London am Donnerstag.

Reuters LONDON. Auch die Analysten der Deutschen Bank halten diesen Preis für eine faire Bewertung des Unternehmens. Seit der Erstnotiz am 20. November 2000 mit 21 Euro hat die Aktie 11 % zugelegt und damit seine ebenfalls börsennotierten europäischen Gegenspieler übertrumpft. Die Analysten wiesen jedoch auch auf Risiken für Anleger bei der Aktie der Deutschen Post AG hin.

Aktie Gelb entwickelt sich besser, als Konkurrenz-Werte

Der Aktienkurs der Aktie Gelb entwickelte sich seit Erstnotiz besser als der der Konkurrenz. Der Aktienkurs der niederländischen TNT Groep legte lediglich 2,4 % zu. Auch im Vergleich mit ihren US-Konkurrenten glänzte die Deutsche Post. UPS verbesserten sich nur um 1,7 %, während FedEx Corp 11,6 % unter dem Ausgabekurs liegen.

Die Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter (MSDW) begann am Donnerstag ihre Bewertung der Deutschen-Post-Aktie mit der Einstufung "neutral". Allerdings empfahl MSDW den Investoren eine Umschichtung in die niederländische Postgruppe TNT Groep zu Lasten der Deutschen Post World Net.
MSDW sieht TNT als "Outperformer" und nannte ein Kursziel von 29 Euro. In der Begründung hieß es, die Deutsche-Post-Aktie berge derzeit größere Risiken für den Anleger als die Titel seines niederländischen Konkurrenten. Es sei aber wahrscheinlich, dass die Gewinnmargen der Deutschen Post schneller als die von TPG wachsen könnten, weswegen sich die Lücke dann schliessen könnte. "Die Deutsche Post ist erst am Anfang ihre Effektivität und Schaffung von Synergieeffekten zu verfeinern, aber die Integration der zugekauften Unternehmen bleibt ein Risiko", hieß es. Die Einbindung der europäischen Töchter soll nach Angaben der Deutschen Post in drei oder vier Jahren abgeschlossen sein.

Deutsche Bank und Commerzbank geben Kaufempfehlung

Auch die Analysten der Deutschen Bank sehen weiteres Aufwärtspotenzial für die gelbe Aktie. "Vorausgesetzt, dass weitere Fortschritte bei der Integration der Zukäufe gemacht werden, sehen wir einen ansehnlichen Spielraum für weitere Outperformance", hieß es von den Analysten der Deutschen Bank weiter. Sie hatten am Vortag ihre Empfehlung für die Aktien der Deutschen Post mit "Kaufen" aufgenommen, und dies mit möglichem starken Wachstum für 2000 in Folge der niedrigeren Pensionsausgaben des Konzerns begründet. Auch sei mit Verbesserungen der Margen in den neuen Geschäftszweigen zu rechnen. Das Kursziel für die im November zu 21 Euro in den Börsenhandel aufgenommen Aktien der Post liege bei 26 Euro, hieß es weiter. Die Deutsche Bank war als Joint Global Coordinator maßgeblich am Börsengang der Post beteiligt.

Auch die Commerzbank hatte zur Wochenmitte die Bewertung der Deutschen Post mit "Kaufen" mit dem Kursziel von 26 Euro aufgenommen. Voraussichtlich hohe Wachstumsraten, Integrationsvorteile und eine starke Marktposition ließen die Post-Aktie als eine attraktive Investition in diesem Jahr erscheinen, hatten die Analysten ihre Einschätzung begründet. Die Aktien der Deutschen Post notierten am späten Nachmittag an einem insgesamt negativen Frankfurter Marktumfeld mit 1,4 % im Minus bei 23,4 Euro.

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