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13.07.2000

15:25 Uhr

Seit Ende der 80er Jahre wurden keine neuen TLD eingeführt

ICANN berät über neue Endungen für Internet-Adressen

Einführung neuer Domains könnte zu verschärftem Wettbewerb zwischen Unternehmen führen, die mit Internetadressen handeln.

vwd/APYokohama. Das Gremium zur Verwaltung der Internet-Adressen (ICANN) hat am Donnerstag in Japan seine Beratungen zur Zulassung neuer Endungen aufgenommen. Es ist das erste Mal seit den 80er Jahren, dass die Zahl der so genannten Top-Level-Domains (TLD) erweitert wird. Als TLD wird die drei Buchstaben umfassende Endung einer Internet-Adresse bezeichnet, wie zum Beispiel .com für Web-Sites von Unternehmen, .org für Organisationen oder .gov für Regierungsbehörden. Es wurde erwartet, dass der ICANN-Vorstand am Sonntag eine Reihe von Resolutionen zu dieser Frage verabschiedet.

Im Gegensatz zu den Ländercodes einer Internet-Adresse, beispielsweise .de für Deutschland oder .fr für Frankreich, die zum größten Teil in den 90er Jahren eingeführt wurden, sind seit Ende der 80er Jahre keine neuen TLDs zugelassen worden. Das will ICANN nun ändern, hat aber nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, welche neuen Endungen es in Zukunft geben soll. Im Gespräch sind unter anderem .travel für Reisebüros .banc für Kreditinstitute oder .shop für E-Commerce-Adressen. Beobachter rechnen damit, dass die Einführung neuer Domains zu einem verschärften Wettbewerb zwischen Unternehmen führt, die mit Internet-Adressen handeln.



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