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09.01.2003

14:25 Uhr

Sender stellt schon wieder neues Personal ein

Premiere steigert Abo-Zahlen 2002 deutlich

Der Bezahlsender Premiere hat die Zahl der Abonnenten trotz des Zusammenbruchs der Kirch-Gruppe im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. "Premiere ist jetzt in Fahrt", sagte Senderchef Georg Kofler am Donnerstag in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Ende Dezember habe Premiere rund 2,59 Millionen Abonnenten und damit 7,7 % mehr als im Vorjahr gehabt. Das Weihnachtsgeschäft sei das beste in der Unternehmensgeschichte gewesen. Im laufenden Jahr will Premiere 2,9 Millionen Abonnenten erreichen. Anfang Januar habe der Sender bereits die Marke von 2,6 Millionen Abonnenten überschritten.

"Die Zahlen zeigen, dass der Sender nach einer langen Phase der Unruhe und Unsicherheit auf einen soliden Wachstumskurs eingeschwenkt ist", sagte Kofler. Nach der Insolvenz der Muttergesellschaft Kirch Pay-TV im Mai vergangenen Jahres stand die Zukunft von Premiere monatelang auf der Kippe. Im Dezember einigte sich der Sender schließlich in Grundzügen mit der Investmentgruppe Permira auf den Verkauf der Mehrheit. Die Transaktion soll bis März abgeschlossen werden, bekräftigte Kofler. "An dem Zeitplan hat sich nichts geändert." Im Jahr 2004 will der Sender schwarze Zahlen schreiben.

Beim Abbau der Verluste war Premiere in den vergangenen Quartalen bereits gut voran gekommen. "Der Jahresabschluss ist nicht nur von den Abonnentenzahlen, sondern auch von der wirtschaftlichen Bilanz erfreulich", sagte Kofler. Die Zahlen für das Schlussquartal will er Anfang Februar bekannt geben. Durch einen rigiden Sparkurs war der Verlust im dritten Quartal 2002 bereits von 222 auf 16 Mill. ? gesunken.

Zu den Einsparungen hatte auch der Abbau von rund 1000 Arbeitsplätzen beigetragen. Inzwischen stellt Premiere schon wieder neues Personal ein. "Wenn wir mehr Kunden haben, brauchen wir auch mehr Mitarbeiter im Kundenservice", sagte Kofler. Allein in der Vorweihnachtszeit habe Premiere rund 100 Mitarbeiter neu eingestellt. Derzeit beschäftigt der Sender rund 1400 Menschen.

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