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14.01.2001

14:31 Uhr

Reuters HAMBURG. Die Barmer Ersatzkasse erwartet nach Angaben ihres Vorsitzenden Eckart Fiedler steigende Krankenkassenbeiträge in diesem Jahr, wenn sich Einnahmen und Ausgaben wie in den vergangenen Monaten entwickeln. Eckart sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", dann seien Steigerungen der Beitragssätze von etwa 0,2 %punkten sehr wahrscheinlich. Als Gründe nannte er in dem am Samstag verbreiteten Bericht die Beschlüsse der Bundesregierung, die Kassenbeiträge für Arbeitslose zu kürzen und das Krankengeld zu erhöhen.

Wolle die Bundesregierung die drohenden Beitragssteigerungen noch verhindern, müsse sie die Kassen an anderer Stelle entlasten, wurde Fiedler weiter zitiert. Er regte an, den Mehrwertsteuersatz für Medikamente von 16 auf sieben Prozent zu senken. Ähnliche Regelungen gebe es bereits in vielen anderen EU-Ländern.

Finanz-Staatsekretär Karl Diller (SPD) wies die Forderung Fiedlers nach dem verringerten Mehrwertsteuersatz für Medikamente als unrealistisch zurück. Sie besitze "null Chance auf Umsetzung", sagte er der "B.Z. am Sonntag". Den Kassen gehe es nur darum, Kosten von einer Stelle auf die andere umzuwälzen, sagte Diller laut Vorabbericht.

Mehrere Allgemeine Ortskrankenkassen hatten bereits in den vergangenen Wochen angekündigt, ihre Beiträge zu erhöhen. Der allgemeine Beitragssatz der Barmer Ersatzkasse liegt derzeit bei 13,9 %.

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