Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.01.2011

14:09 Uhr

Sentix Marktradar

Kurzfristige Irritation an der Börse ist kein Warnsignal

VonManfred Hübner
Quelle:http://www.sentix.de/

Nach dem starken Jahresstart sind die Aktienmärkte in eine Konsolidierungsphase übergegangen. Grund zur Sorge besteht mit Blick auf die Stimmung der Investoren aber nicht: Mittelfristig ist weiter große Zuversicht zu beobachten.

Händler an der Frankfurter Börse: Sentiment ist positiv. dpa

Händler an der Frankfurter Börse: Sentiment ist positiv.

FRANKFURT. Die mittelfristige Zuversicht der Anleger in die Aktienmärkte ist weiter ungebrochen. Nachdem wir in der letzten Woche bei fünf von sechs Anlagemärkten, die wir bei sentix wöchentlich beobachten, neue Allzeithochs in den mittelfristigen Erwartungen feststellen konnten, hat sich an diesem Bild auch für diese Woche nichts Wesentliches geändert.

Diese Sichtweise der Anleger ist sentimenttechnisch positiv zu werten, da sie auf eine anhaltend positive Wertwahrnehmung hindeutet. Investoren, die Aktien als günstig bewerten, neigen weniger zu Verkäufen und sind eher zu Zukäufen in Schwächephasen bereit. Das stabilisiert die Märkte und macht sie weniger anfällig für Korrekturen. Diese Robustheit könnte kurzfristig gefragt sein, denn auf kurze Sicht sind die Aktienmärkte in den Konsolidierungsmodus getreten.

Am Rentenmarkt dagegen sind die Anleger sehr defensiv unterwegs. Die Sorge vor steigenden Inflationsraten und einer restriktiveren Geldpolitik hat in den Anlegerportfolios Spuren hinterlassen. Seit Beginn unserer Aufzeichungen im Jahre 2003 waren Anleger nicht so stark unterinvestiert.

Doch die Anleger dürften kaum glücklich über diese Positionierung sein, da der Fokus auf kurzlaufenden Bundesanleihen liegt, die derzeit ebenfalls an Wert verlieren. Deshalb erscheint es wahrscheinlich, dass die Investoren weiter in die Defensive und hin zu Geldmarktanlagen gedrängt werden.

Gleichzeitig scheint das lange Ende zu stark verkauft worden zu sein. Im Ergebnis könnte also ein Rückkauf am langen Ende durchaus reizvoll sein mit dem Ergebnis, dass sich die Zinsdifferenzen zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen weiter verringert. Eine Entwicklung, die durchaus auch in die aktuelle Konjunkturlandschaft passen würde.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×