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10.01.2011

11:10 Uhr

Sentix Marktradar

Starkes Comeback der USA

VonPatrick Hussy
Quelle:http://www.sentix.de/

In der Euro-Zone bremst die Sorge vor neuen Wirren in den Schuldenstaaten weiter die Stimmung der Anleger. Anders sieht es in den USA aus. Das "quantitative easing" der Notenbank trägt Früchte. Dem ehemaligen Sorgenkind winkt nach Meinung der Investoren ein Comeback.

Quelle: dpa

FRANKFURT. Die Konjunktur in Euroland präsentiert sich auch zu Beginn des neuen Jahres in robuster Verfassung. Die Lage- und Erwartungswerte können beide leicht zulegen, so dass der sentix Konjunkturindex für Euroland auf 10,6 Punkte ansteigen kann. Damit verläuft die Konjunktur in Euroland gegenüber der deutschen in ruhigeren Bahnen. Die Anleger erwarten zwar keinen Rückfall in eine Rezession, aber die anhaltende Euro-Krise und Staatsschulden-Diskussionen bremsen die Konjunktur in Euroland und verhindern eine stärkere Erholung.

Diese wäre durchaus möglich, denn die konjunkturelle Entwicklung außerhalb Europas wird von den Anlegern unverändert positiv eingeschätzt. Anfang Dezember waren es die sentix Konjunkturindizes für die USA und Japan, die durch eine überraschende Verbesserung aufgefallen waren. Bekannte US-Indizes folgten diesem Trend in den letzten vier Wochen. Und auch im Januar setzt sich der Trend fort.

Um mehr als 7 Punkte kann sich der Gesamtindex für die USA im Januar 2011 verbessern. Dies ist der beste Wert seit Mai 2006. Vor allem die Erwartungen verbessern sich weiter kräftig. Mit einem Anstieg der Erwartungskomponente auf +17,25 erreicht der Teilindex seinen höchsten Stand seit Februar 2004. Die Anleger erwarten demnach ein kräftiges Comeback des bisherigen Sorgenkindes. Das "quantiative easing" scheint aus Sicht der Anleger erfolgreich zu sein.

Auch Japan verbessert sich bei den Konjunkturdaten, allerdings weit weniger positiv als die USA. Dagegen sehen die Anleger die Entwicklung in Asien ex-Japan etwas skeptischer. Die restriktivere Geldpolitik in China sowie in anderen Länder Asiens hinterlässt aus Sicht der Anleger Spuren. Die Wachstumserwartungen trüben sich - wenn auch von hohem Niveau - etwas ein. Die Hoffnungen der Investoren ruhen damit mehr und mehr wieder auf den etablierten Säulen.

Eine weitere auffällige Entwicklung im sentix Datenkranz ist in den Themenindizes zu finden: Der Teilindex der Inflationserwartungen ist in diesem Monat erneut deutlich gestiegen. Während aus Anlegersicht fiskalpolitische Themen an negativem Einfluss auf den Bondmarkt verlieren, rücken Konjunktur- und Inflationsthemen in den Vordergrund. Mit dem Ergebnis, dass sich die mittelfristigen Bondmarkterwartungen noch weiter verschlechtern. Rückkaufneigung dürfte so für Anleihen keine aufkommen.

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