Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.01.2017

14:44 Uhr

„Sexuell explizit“

Facebook löscht Foto nackter Neptun-Statue

Schon wieder gerät Facebook wegen einer merkwürdigen Lösch-Aktion in die Kritik. Diesmal entfernt das Netzwerk das Foto einer nackten Statue aus der Renaissance-Zeit – und zeigt wenig später Reue.

Die Neptun-Statue auf dem „Fontana di Nettuno“ in Bologna. dpa

Zu viel für Facebook

Die Neptun-Statue auf dem „Fontana di Nettuno“ in Bologna.

BerlinFacebook hat erneut wegen einer unglücklichen Lösch-Aktion für Wirbel gesorgt. Das Netzwerk entfernte zunächst ein Foto von der Seite einer italienischen Nutzerin, das eine nackte Neptun-Statue aus dem Zentrum Bolognas zeigt. Wie der britische „Telegraph“ berichtete, begründete Facebook seine Entscheidung mit dem „sexuell expliziten“ Inhalt. Das Bild verstoße gegen die Werberichtlinien des US-Unternehmens, hieß es.

Später bedauerte Facebook den Schritt. „Das war ein Versehen“, sagte ein Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir entschuldigen uns für den Fehler.“

Userin Elisa Barbari hatte das Foto der Renaissance-Figur aus dem 16. Jahrhundert gepostet, um damit ihre Facebook-Seite über Geschichten aus Bologna zu bebildern. „Ich wollte meine Seite bewerben, aber es scheint, dass die Statue für Facebook ein sexuell explizites Bild ist, das zu viel Fleisch zeigt. Wirklich, Neptun? Das ist verrückt“, sagte sie dem „Telegraph“.

Facebook, Twitter & Co.: Der schwierige Kampf gegen Fake News

Facebook, Twitter & Co.

Der schwierige Kampf gegen Fake News

Mit einer Art Facebook-Gesetz will die Große Koalition den Kampf gegen Falschnachrichten im Internet aufnehmen. Der Hamburger Datenschützer Caspar begrüßt die Pläne. Die IT-Branche läuft dagegen Sturm.

In einem Statement hatte Facebook ihr demnach erklärt, dass „die Verwendung von Bildern oder Videos mit nackten Körpern oder tiefen Ausschnitten“ nicht erlaubt sei, „selbst wenn die Verwendung einen künstlerischen oder erzieherischen Hintergrund hat“.

Erst vor wenigen Monaten musste Facebook scharfe Kritik einstecken, nachdem es ein berühmtes Foto aus dem Vietnamkrieg gelöscht hatte. Das Bild zeigt ein kleines Mädchen, das nach einer Napalm-Attacke nackt über eine Straße läuft. Zunächst verwies das Netzwerk auf das Verbot von Kinderpornografie, später bedauerte es den Schritt und stellte das Bild wieder online.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×