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03.08.2000

15:00 Uhr

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Shell mit Rekordgewinn

Shell machte im ersten Halbjahr 2000 einen Gewinn von 6,82 Mrd. Euro, mehr als doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

dpa DEN HAAG. Der niederländisch-britische Mineralölkonzern Shell hat vor allem wegen hoher Rohölpreise und starker Kosteneinsparungen im ersten Halbjahr 2000 einen Rekordgewinn gemacht. Der Nettoprofit von 6,82 Mrd. Euro (13,3 Mrd. DM) lag nach Angaben des Unternehmens um 104 % über dem Ergebnis der ersten sechs Monate 1999, berichtete Shell-Chef Jeroen van der Veer am Donnerstag in Den Haag. Der Umsatz lag bis Ende Juni 2000 bei 73,2 Mrd. Euro (plus 79 %), Das Unternehmen wird eine Interimsdividende von 0,67 Euro je Aktie zahlen (plus 3,1 %). Shell geht davon aus, dass der Rohölpreis auch in der zweiten Jahreshälfte höher als 20 $ je barrel (169 Liter) liegt. Im zweiten Quartal dieses Jahres lag der Preis bei durchschnittlich 26,90 $. "Jeder Dollar Preiserhöhung je barrel lässt den Nettogewinn bei Shell auf Jahresbasis um 400 $ steigen", erläuterte van der Veer. Der Wert der Öl- und Gas-Verkäufe nahm im ersten Halbjahr 2000 im Vergleich zu 1999 auf das Dreifache - 4,98 Mrd. $ - zu, während der Anstieg der Menge lediglich 1 % bei Öl und 4 % bei Gas betrug. Insgesamt hätten alle Betriebsteile, auch die Chemie, zum höheren Gewinn beigetragen, sagte der neue Shell-Chef. Van der Veer, der den Shell-Konzern vor allem als "Energie- und Petrochemie-Unternehmen" sieht, hob zugleich hervor, dass von dem angestrebten Einsparvolumen von vier Mrd. $ bereits drei Mrd. $ realisiert wurden. Über etwaige Ergänzungen des mit zehn Mrd. $ veranschlagten Investitions-Plans für 2000, die durch den hohen Ölpreis ausgelöst worden sein könnten, wollte van der Veer keine Angaben machen. Bei der Entwicklung eines Wasserstoff-Autos, das Shell zusammen mit dem deutschen Autobauer Daimler-Benz betreibt, sei man "auf dem guten Weg". Aber bis die Technologie unter der Motorhaube eines Autos erfolgreich praktiziert werden könne, dauere es sicher noch Jahre. Man überlege derzeit, "wie es weitergehen soll", sagte van der Veer.

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