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14.01.2003

09:55 Uhr

Sheryl Crow: „Krieg ist nicht die Antwort“

Eminem räumt bei American Music Awards ab

Der Rapper Eminem ist mit vier Preisen der große Sieger der 30. Verleihung der American Music Awards. Die junge New Yorker R&B-Sängerin Ashanti wurde zur besten neuen Künstlerin des Jahres gekürt. Die Osbourne-Familie führte durch die Show und wurde wegen unzähliger Obszönitäten bei der Moderation vom TV-Sender ABC immer wieder stumm geschaltet.

HB/dpa LOS ANGELES. Rockerin Sheryl Crow nutzte die Gala zu einem Protest gegen die Irak-Kriegspläne der US-Regierung. Eminem holte sich mit seiner jüngsten CD "The Eminem Show" die Preise für das beste Album des Jahres 2002 in den beiden Sparten Pop/Rock und HipHop. Zugleich wurde er in beiden Musikrichtungen als bester Künstler des Jahres gewürdigt. Der Rapper Nelly, der mit seinem Album "Nellyville" ebenfalls vier Mal nominiert war, ging in den Wettbewerbskategorien leer aus. Er erhielt allerdings den Fan-Sonderpreis, über den per Online-Abstimmung im Internet entschieden wurde.

Die 21-jährige Ashanti, die mit fünf Nominierungen die große Favoritin war, gewann die Awards für die beste Nachwuchskünstlerin in den beiden Sparten Pop/Rock und R&B. Als beste R&B-Künstlerin setzte sich Mary J. Blige gegen Ashanti durch.

Beste Pop/Rock-Künstlerin wurde Sheryl Crow. Sie hatte sich eigens für die Preisgala ein T-Shirt mit der Aufschrift "Krieg ist nicht die Antwort" anfertigen lassen. Das Publikum rief sie auf, sich für die Wahrung des Frieden einzusetzen.

Die härteste Arbeit leisteten bei der Fernsehübertragung aus dem Shrine Auditorium in Los Angeles die ABC-Zensoren. Unzählige Male blendeten sie bei der eigens dafür um einige Minuten verzögerten TV-Ausstrahlung die Osbournes mit dem berühmt-berüchtigten "F-Wort" aus. Die Familie um Altrocker Ozzy ist für eine an Schimpfworten reiche Sprache durch ihre Reality-Show beim Musik-Sender MTV bekannt. Die als Gag gedachten Verbal-Obszönitäten gerieten jedoch zur Farce, als immer mehr Preis-Präsentatoren die Programm-Regie mit dem "F-Wort" zur Einblendung des Pieptons provozierten.

Zu den Doppelgewinnern von American Music Awards gehören auch das Country-Trio Dixie Chicks und die Rockband Creed, die allerdings ebenso wenig zur Entgegennahme erschien wie Eminem. Auch Celin Dion und Enrique Iglesias konnten sich über Music Awards freuen, ohne selbst dabei zu sein. Die Nominierungen waren auf der Basis des kommerziellen Erfolgs von CDs und Singles der Musiker erfolgt. Das letzte Wort über die Preisvergabe hatten 20  000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Fans. Die American Music Awards gelten als Signalgeber für die renommierteren Grammys, die Ende Februar vergeben werden. Auch dabei gehört Eminem - neben Altrocker Bruce Springsteen - zu den großen Favoriten.

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