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07.06.2000

19:26 Uhr

ef ZÜRICH. Die Luxusmarke Davidoff wird trotz des Konzentrationsprozesses in der Branche nicht verkauft. Die vor 125 Jahren in Basel von dem aus Bayern stammenden Max Oettinger gegründete Familien-AG will die vor 30 Jahren erworbene Marke stärken und die Unabhängigkeit des Unternehmens bewahren. So lange wie die Familie nicht zerstritten ist, gelte diese Aussage, erklärte Verwaltungsratspräsident Ernst Schneider.

Dagegen wird der Erwerb einer weiteren Luxusmarke nicht ausgeschlossen. Gekauft werde aber nur dann, wenn der Preis aus eigenen Mitteln finanziert werden könne. Die Oettinger Imex AG sei bisher immer ohne Bankschulden ausgekommen und dies solle so bleiben, unterstrich Schneider. Oberstes Ziel des Unternehmens bleibe es, im Zigarren-Luxussegment die Nummer eins auf dem Weltmarkt zu bleiben, erklärte Schneider mit Nachdruck.

Nach 32 Prozessen ist es den Schweizern wohl endgültig gelungen, sich weltweit die Markenrechte für Davidoff zu sichern. Die Markenpiraterie sei eine starke Bedrohung gewesen. Zur Qualitätssicherung strebt das Unternehmen die Kontrolle von der Produktion bis zum Einzelhandel an. Die Gruppe besitzt 80 Fachgeschäfte, davon 43 in Deutschland und 29 in der Schweiz. In Belgien und den Niederlanden wird eine Expansion ins Auge gefasst. Die deutsche Einzelhandelstochter Wolsdorff steigerte den Umsatz 1999 um 22 %.

Das in den drei Bereichen Produktion, Import sowie Groß- und Einzelhandel tätige Unternehmen konnte 1999 erneut zulegen. Bedingt durch den Einbruch des us-amerikanischen Zigarrenmarktes um mehr als 40 %, dem die Unabhängigkeit der beiden US-Unternehmen General Cigar und Consolidated Cigar zum Opfer fiel, ging die Zigarrenproduktion in der Karibik zurück. Mit ihren sechs Marken gelang es den Schweizern jedoch, die Produktion in der Dominikanischen Republik noch leicht auf 21,4 (Vj. 20,8) Mill. Stück mit der Hand gerollte Qualitätszigarren zu steigern.

Einschließlich der Lizenzproduktion von Zigaretten durch Reemtsma und Parfüms durch Lancaster sowie Cognac, Schreibgeräten und Brillen erhöhte sich der Umsatz 1999 um 10,6 % auf 2,44 Mrd. sfr. Zur Ertragslage meinte Schneider, dass sie sich im vergleichbaren Rahmen positiv entwickelt habe.

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