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16.01.2003

18:50 Uhr

Sicherung des Kundenstammes

Neues SAP-Verkaufsargument heißt Integration

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat eine neue Software-Plattform vorgestellt, die den Austausch von Daten zwischen SAP-eigenen Anwendungen und den Produkten von Microsoft oder IBM erleichtern und SAP damit den Kundenstamm sichern soll.

Reuters NEW YORK. Der auf Internet-Technologie basierende "SAP NetWeaver" sei der Grundstein für eine neue Software-Architektur, mit der bestehende Softwareanwendungen integriert werden könnten, sagte SAP-Vorstand Shai Agassi am Donnerstag in New York. So könnten mit NetWeaver Daten mit den konkurrierenden Systemen von Microsoft.NET und IBM WebSphere (J2EE) ausgetauscht werden, so dass die Nutzer Komponenten von verschiedenen Software-Anbietern parallel verwenden können. Zu den wirtschaftlichen Erwartungen in die Plattform wollte sich Agassi nicht äußern.

SAP-Co-Vorstandschef Hasso Plattner verglich die Einführung von NetWeaver mit dem Wechsel von großen Mainframe-Servern auf die heute gebräuchliche dreistufige Client-Server-Architektur. Die Plattform soll laut Agassi ab sofort Bestandteil aller SAP-Softwarepakete sein. Branchenexperten sagten, ein Großteil der Funktionen von NetWeaver seien schon bisher in der Software des Walldorfer Konzerns enthalten.

Analysten erwarten zwar nicht, dass SAP mit dem NetWeaver große zusätzliche Umsätze generieren kann. Sie sei aber ein wichtiges Verkaufsargument, um den bestehenden Kundenstamm zu halten und auszubauen. WestLB-Panmure-Analyst Gunnar Plagge erklärte, NetWeaver senke die Gesamtkosten für die Software einschließlich der laufenden Betriebskosten.

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