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27.01.2004

07:15 Uhr

Sie hat genug andere Dinge zu tun

Lieber Laufsteg als Grundlinie

VonMarkus Schmidt (Handelsblatt)

Tennisstar Serena Williams ist bei Sportevents nur noch Zuschauerin - wenn sie neben ihrer Modelkarriere Zeit dafür hat.

LOS ANGELES. Eine unglückliche Spitzensportlerin sieht anders aus. Serena Williams steht zurzeit zwar nicht auf dem Tennisplatz, aber die gerade stattfindenden Australian Open scheinen sie sowieso nicht sonderlich zu interessieren. Sie hat genug andere Dinge zu tun. Die jüngere der beiden Williams-Schwestern posiert derzeit zum Beispiel lieber in lasziven Posen für schicke Fotos mit Rennwagen.

Die sechsfache Grand Slam-Siegerin ging zuletzt diverse Laufstege hinab, spielte in der TV-Serie "Law & Order" eine Gastrolle, demonstrierte für Michael Jackson und besuchte hochkarätige Sportevents. Als Zuschauerin. Immer lächelnd, immer vergnügt. "Wer nicht nur ausschließlich auf dem Tennis-Court nach ihr Ausschau hält", bilanzierte das Magazin Sports Illustrated, "kann sie dieser Tage nur schwer verfehlen." In dem ironischen Unterton vieler US-Medien klingt Unverständnis über die Entscheidung der 22-Jährigen mit, sechs Monate nach ihrer Knieoperation als Titelverteidigerin in Australien noch nicht wieder anzutreten.

Als bei Serena Williams am 1. August des vergangenen Jahres eine angerissene Sehne im linken Knie geflickt wurde, war zunächst von einem "kleinen Eingriff" die Rede gewesen. Bereits drei Wochen nach der Operation spazierte die ehemalige Weltranglistenerste wieder in Stöckelschuhen herum. Umso überraschender traf die Turnierveranstalter in Melbourne die Absage der ambitionierten Hobby-Schauspielerin, die eines Tages die Kinoleinwand erobern will. Sie brauche mehr Zeit zur Rehabilitation, hieß es in einem Statement kurz vor den Australian Open.

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