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30.01.2001

10:53 Uhr

Siemens und Infineon fester

Deutscher Aktienmarkt eröffnet gut behauptet

Der Deutsche Aktienindex (Dax) gewann bis 10.00 Uhr (MEZ) um 0,12 % auf 6 759 Zähler, nachdem das Börsenbarometer kurz nach Handelsbeginn noch ins Minus tendiert hatte.

dpa FRANKFURT. Noch sei der Handel recht "uninspiriert", sagte ein Händler zum ruhigen Beginn am Frankfurter Aktienmarkt. Der finnische Mobiltelefon-Hersteller Nokia will am heutigen Dienstag seine Bilanzzahlen vorlegen, danach stünden auch die deutschen Technologie-Werte im Blickpunkt, so der Händler weiter. Die Analysten gehen davon aus, dass Nokia die Erwartungen erfüllen kann, aber gleichzeitig ein zurückgehendes Umsatzwachstum für das laufende Geschäftsjahr prognostizieren wird.

Die deutschen Technologiespezialisten Siemens und Infineon konnten etwas fester in den Handel starten. Beide wollen morgen ihre Bilanzzahlen vorlegen. Die Siemens-Aktie gewann bis 10.30 Uhr 0,62% auf 154,75 Euro, Infineon konnte um 1,44% auf 45,80 Euro zulegen. Der Trend sei aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht überzubewerten, sagte ein Marktexperte. Erst nach Veröffentlichung der Nokia-Zahlen würden vorausichtlich die Umsätze größer, dann könne sich ein Trend herausbilden.

An der Spitze des Dax stand in der ersten Handelsstunde die Allianz , ohne dass Händler fundamentale Gründe für den Kursanstieg nennen konnten. Die Aktie sei Anfang des Jahres "stark unter die Räder gekommen", sagte ein Dax-Händler. Dadurch erkläre sich die technische Gegenreaktion, das sei "eine logische Konsequenz". Die Allianz-Aktie stieg bis 10.40 Uhr um 1,98% auf 372,20 Euro.

Etwas unter Druck gerieten die Automobil-Werte. Daimler-Chrysler verlor bis 10.40 Uhr 2,48% auf 50,32 Euro. Hendrik Emrich, Analyst bei der Berenberg Bank, führte die Schwäche der DaimlerChrysler-Aktie unverändert auf die am Montag bekannt gewordenen Entlassungen von rund 26.000 Arbeitern in den USA zurück. Zum einen würden "geldwerte Auswirkungen der Rosskur frühestens ab 2002" zu spüren sein, "zum anderen ist nicht klar, welcher Wind dem Konzern von Seiten der Betroffenen, also der Belegschaft, entgegen wehen wird", sagte Emrich.

Ebenfalls etwas schwächer tendierten die anderen beiden großen Autobauer, Volkswagen und BMW . "Die Autotitel sind Anfang des Jahres ziemlich gut gelaufen", sagte ein Händler. Die leichte Abwertung heute sei nicht dramatisch, vielmehr würden einige Anleger kleine Gewinne mitnehmen. Die VW-Aktie verlor 1,41% auf 55,31 Euro, BMW gaben um 0,79% auf 37,50 Euro nach.

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