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07.01.2002

19:00 Uhr

Signal für mögliches Ende der Krise in der Glasfaserbranche

Corning nimmt stillgelegte Werke wieder in Betrieb

VonD. Berman (Wall Street Journal, und S. Wesch)

Der US-Konzern Corning Inc. wird vier Glasfaserwerke wieder in Betrieb nehmen, die vor drei Monaten wegen des Überangebotes auf dem Markt stillgelegt worden waren. Analysten werten dies als erstes Zeichen, dass es zumindest nicht weiter abwärts geht in der Branche.

NEW YORK/DÜSSELDORF. Corning-Sprecher Dan Collins sagte: "Wir haben unsere Lagerbestände abgearbeitet und beginnen nun, die Kapazitäten wieder hochzufahren, um die Nachfrage unserer Kunden zu befriedigen." Der Konzern habe allerdings derzeit nicht die Absicht, die Werke voll auszulasten.

"Der Markt hat sich in den vergangenen drei oder vier Monaten nicht fundamental geändert", kommentierte Tony Carbone, Analyst bei J.P.Morgan. "Aber es ist ein positives Zeichen, dass sie wieder produzieren."

Wegen der eingebrochenen Nachfrage der Telekomfirmen haben die Glasfaserhersteller, darunter die französische Alcatel SA und die kanadische Nortel Networks Corp., im vergangenen Jahr Tausende Mitarbeiter entlassen.

Corning wird seine beiden größten Fabriken in North Carolina am 21. Januar sowie je ein Werk in Australien und Deutschland Anfang Februar wieder öffnen. Steven Fox, Analyst beim Investmenthaus Merrill Lynch, rechnet allerdings mit einem harten Preiskampf, wenn die Nachfrage wieder anzieht. Zudem befürchtet er, dass die Nachfrage aus China und Japan geringer ausfallen wird als bisher erwartet.

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